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  4. Herbsttrend: So bauen wir Farbe in unsere neutralen Looks ein

Schluss mit Wintergrau

So bekommen wir unsere Farbangst in den Griff

Blau, Grün, Pink … egal ob Regen oder Schnee, der Winter könnte so bunt sein – wären da nicht wir. Denn während unsere Freundinnen uns mit ihren farbenfrohen Looks umhauen, laufen wir weiterhin vor allem weg, was nicht grau, beige oder schwarz ist. Doch damit ist jetzt Schluss!

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Farbe? Ja, aber vorsichtig. 

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Auf unserer schönen Welt gibt es zwei Arten von Menschen. Diejenigen, die sich nur in lauten Farben richtig wohlfühlen – und Rentner. Zu Letzteren zählen auch wir. Wieso? Ist es etwas beige, camel, schlamm oder ecru (prinzipiell alles die gleiche Farbe, nur mit fancy Namen), dann wollen wir es haben. Gleiches gilt für Schwarz, Weiss und Grau und wenn wir richtig verrückt sind, dann trauen wir uns vielleicht auch noch an Nacht- oder Jeansblau. Da hört die Farbpalette dann aber auch schon auf. Bloss kein Risiko eingehen, in der Masse untertauchen und eins mit dem winterlichen Schlamm werden, der sich durch die Strassen zieht. Lifegoals? Sehen irgendwie anders aus. 

Ganz vorsichtig

Natürlich wissen wir, dass Farben etwas wunderbares sind. Sie machen unsere Welt bunt und jede Menge Leute wunderschön (also, sind sie eh. Sie betonen es nur zusätzlich). Aber uns selbst? Keimt in euch auch sofort die Angst vor Grün, Blau und Rot am eigenen Körper? Ganz ruhig, einatmen, ausatmen. Hier kommt die minimalistische, vorsichtige Art, Farbe in eure Garderobe zu bringen. 

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1. Farbe drunter packen

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Julie Pelipas ist genau wie wir. Nachtblau ist für sie üblicherweise schon das Maximum an Farbigkeit. Aber sie hat einen Trick …

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Wir haben ja gesagt, wir sind ganz vorsichtig. Wie wäre es zum Beispiel, statt gleich all in zu gehen, erstmal ein farbiges Teil UNTER das eigentliche Outfit zu ziehen? Eine fliederfarbene Bluse unter das beige-braune Ensemble etwa oder ein rostfarbenes Hemd unter den nachtblauen Anzug? Wenn es ganz hart auf hart kommt, macht ihr einfach die Knöpfe oben drüber zu und vergrabt euch wieder in eurem Einheitsbrei. Kein Risiko.

2. Farbe dazu kombinieren

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Chloé Harrouche tastet sich ganz vorsichtig an Rot heran. Funktioniert. 

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Der altbekannte Trick für die ganz grossen Angsthasen unter euch (bzw. uns). Die bunten Teile des Looks lediglich auf die Accessoires beschränken. Tasche, Halstuch, Mütze, Handschuhe – im Winter wird das besonders einfach, weil wir jede Menge Dinge brauchen, um nicht plötzlich den Kältetod zu sterben. Also: Vorsichtig anfangen und sich langsam hocharbeiten.

3. Farbe drauf packen

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Unten ein Traum aus Beige und Braun, oben Himmelblau, die Farbe für Anfänger. 

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Okay, das mit dem «Drunter» und dem «Dazu» habt ihr langsam drauf? Versuchen wir es mal andersrum. Das neutrale Erdfarben-Outfit ergänzt ihr mit EINEM bunten Stück (Mantel oder Jacke) und tut dann so, als wärt ihr total outgoing und selbstbewusst darin. Oder ihr friert. Kommt ganz drauf an, wie ihr euch entscheidet. 

4. Es mit sanften Farben versuchen

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Beige? Pastellgelb? Die Grenzen verschwimmen, und das ist gut so. 

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Es gibt Farbtöne, die sind fast wie Beige, Grau und Schwarz. Sie lassen sich zu allem kombinieren und halten irgendwie die Waage zwischen neutral und bunt. Pastellgelb ist das beste Beispiel. Wenn man die Augen zusammenkneift, erkennt man fast nicht, dass die Trägerinnen hier in Wahrheit kein Beige tragen, sondern total crazy auf Farbe gesetzt haben.

5. Farbe all in, aber einheitlich

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Statt in leuchtenden Tönen versucht Maria Bernad es in Petrol. 

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Um das gleich vorwegzunehmen: Wenn sich eure Persönlichkeit nicht mittlerweile um 180 Grad gewendet hat, dann versucht ihr den All-Over-Look vielleicht nicht gerade mit Neongrün oder leuchtendem Pink. Gedeckte Farben wie Petrol oder sanfte Töne wie Hellblau funktionieren dafür umso besser: Ein Ton-in-Ton-Look ist zwar farbig, aber nicht überladen. Ihr spart euch Experimente, in denen ihr Rot zu Grün zu Gelb kombiniert und erfreut euch an der Ausdrucksstärke der Farbe, die ihr seit Neuestem mit wachsender Begeisterung in euren Alltag einbaut. Klingt das gut? Gern geschehen. 

Von Malin Mueller am 11.11.2019
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