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Cashew statt Kuh

Schmeckt das? Wir haben ein veganes Fondue getestet

Der Winter ist da – und mit ihm die Lust auf einen gemütlichen Fondue-Abend! Neuerdings gibt es pflanzliche Fondue-Varianten, die nicht nur Veganerinnen und Veganer ansprechen sollen. Kann man das essen? Wir haben eines getestet!

Veganes Fondue von New Roots

Optisch ist das pflanzliche Fondue von New Roots kaum von einem herkömmlichen Fondue zu unterscheiden. 

Tibits

Pünktlich mit dem ersten Schnee kommt die erste Einladung zum Fondue. Der Gastgeber: das Restaurant Tibits. Das Fondue: von New Roots – und ab diesem Moment ist klar, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen FIGUGEGL («Fondue isch guet und git es gueti Luune»)-Abend handeln kann.
New Roots ist eine vegane Molkerei, die 2015 in Thun gegründet wurde. Das Startup ist inzwischen so erfolgreich, dass ihr Käse nicht nur im Bio-Laden sondern auch beim Grossverteiler erhältlich ist und exportiert wird. Wie all ihre Produkte basiert auch das pflanzliche Fondue auf biologischen Cashewnüssen, die mit den gleichen Kulturen und Fermentationstechniken wie bei der Kuhmilch zu Käse verarbeitet werden. 

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Die Zubereitung funktioniert gleich

Die grösste Überraschung: Aus den Caquelons auf dem Herd duftet es vertraut nach Käse und Weisswein. Auch die Zubereitung funktioniert eins zu eins wie bei einem herkömmlichen Fertig-Fondue. Die Mischung aus dem Beutel wird unter konstantem Rühren aufgekocht (ob man in einer 8er Form rührt oder nicht, ist Geschmacksache), bis es heiss und schön cremig ist. Bevor die erste Gabel eingetaucht wird, eine Frage an Tibits-Mitbegründer Reto Frei: «Ganz ehrlich, braucht es wirklich ein veganes Fondue?»
«Natürlich braucht es das nicht zwingend – aber es ist eine gute Möglichkeit, um mit einem Augenzwinkern unsere traditionellen Essensgewohnheiten zu hinterfragen und neu zu interpretieren. Ganz sicher liefert es ein neues Geschmackserlebnis», sagt er. 

Veganes Fondue von New Roots

Tipp für die Zubereitung: das New Roots Fondue mit etwas Weisswein, Knoblauch, Weisswein, Muskatnuss und buntem Pfeffer aus der Mühle verfeinern. Neben Brotwürfeln, Raclette-Kartoffeln, Broccoli, Birne und Persimon Kaki servieren. 

Tibits
Sämig und leicht käsig

Nun also zum Test. Auf dem Tisch liegen neben Brot auch kleine Kartoffeln, Brokkoliröschen, klein geschnittene Birnen und Kaki-Früchte. Auf den ersten Blick unterscheidet sich das Fondue von New Roots optisch nicht von einem Kuhmilch-Fondue. Es ist schön sämig, schmeckt mild und leicht käsig (dafür ist wohl der Hefeextrakt in der Mischung verantwortlich). Es ist aber eher flüssig und verbindet sich daher nicht so leicht mit Brot und Co. Unsere Einschätzung: Veganerinnen und Veganer werden es lieben, für alle anderen ist es eine Erfahrung. Allerdings, und das ist nochmals ein grosser Pluspunkt, nach dem Essen fühlt sich das vegane Fondue im Magen um Welten besser an. So gut sogar, dass man zum Dessert noch Cheesecake und Tiramisu essen mag. Beide ebenfalls pflanzlich und so lecker, dass sie das Fondue locker überflügeln.

Von bah am 2. Dezember 2021 - 18:00 Uhr
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