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Ach du dickes Ei

Diese Lebensmittel würde ein Experte nie anrühren

Wer Austern, Tatar und pochierte Eier liebt, muss jetzt ganz stark sein. Trotzdem: Setzen, tief durchatmen und sich diese sechs Tipps vom Gesundheitsexperten einfach mal zu Gemüte führen.

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Fisch, Sprossen, Obst, Gemüse – alles total gesund. Oder?

Getty Images/Maskot

Vom Frühstück bis zum heimlichen Mitternachtssnack schaufeln wir den lieben langen Tag so einiges in uns hinein. Lecker? Ja. Befriedigend? Meistens. Gesund? Naaa, leider nicht immer: Eine Studie der WHO (Weltgesundheitsorganisation) verrät, dass weltweit jährlich 351'000 Menschen an Lebensmittelvergiftungen sterben.

Klar, daran sind sicher nicht unsere Früchtemüslis am Morgen oder die Schoggistängeli am Nachmittag schuld. Aber welche Lebensmittel bergen im Snack-Wahn denn überhaupt lebensgefährliche Risiken für uns? Das weiss William «Bill» Marler, Rechtsanwalt für Personenschäden und Experte für Lebensmittel-Sicherheit. In seinem digitalen Food Poison Journal teilte der Jurist die sechs Nahrungsmittel, von denen er strikt die sachkundigen Finger lässt.

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Rohe bis weiche Eier

Obwohl Marler sicher ist, dass Salmonellen heute nicht mehr ein so grosses Problem darstellen, wie noch in den 1980er- und 90er-Jahren, hat er aus den damaligen Epidemien gelernt und rührt keine wachsweichen, pochierten, kurz gekochten oder gar rohen Eier mehr an. Wenn Ei, dann hart und durch und Nummer sicher. Ist notiert.

Nicht pasteurisierte Milch und Säfte

Bakterien, Viren, Parasiten. Eigentlich schon genug gesagt, oder? Deshalb kommen dem Anwalt auch keine unbehandelten Milchprodukte oder Säfte in die Tüte (oder Flasche). «Kein Vorteil dieser Produkte ist grösser als das Risiko, das sie mit sich bringen», findet er.

Rohe Muscheln und Schalentiere

Mit der Erderwärmung steigt die Wassertemperatur, mit der Wassertemperatur steigt die Zahl der Bakterien, die sich dort tummeln. Von all dem sonstigen Müll, der in den Weltmeeren so rumschwimmt ganz zu schweigen. Schalentiere, besonders Austern, nehmen all diese um sie wabernden Gefahrenherde wie kleine Filter auf – und werden deshalb mehr und mehr zum Gesundheitsrisiko. Darum rät Marler: Niemals roh essen!

Rohe Sprossen

Erkennt auch ihr schon ein Muster? Genau: Im Grunde sollten wir laut dem Experten so gut wie alles, was wir «behandeln» oder kochen können, auch «behandeln» oder kochen. Um Bakterien abzutöten und das Essen quasi steril zu machen. So verfährt Marler auch bei Sprossen. Die sind nämlich berühmt berüchtigt für mehr als 30 lauernde Bakterienarten, darunter Salmonellen und E. coli.

Rohes Fleisch

Raw, medium oder well done? Für Marler ist die Antwort auf diese Frage glasklar. Genau wie Ei, Schalentiere und Sprossen ist er auch sein Fleisch ausschliesslich durchgebraten. Und das nicht nur wegen der Bakterien, die im Fleisch an sich lauern können, sondern auch um unhygienischer Verarbeitung durch schmutzige Messer, Grills, Spiesse oder Ähnlichem die Gefahr zu nehmen.

Vorgeschnittenes Obst und Gemüse

Zu guter Letzt verrät der Jurist noch, dass es sich lohnt, seine Äpfel, Birnen, Gurken und Salate selbst zu waschen und zu schneiden. Dauert länger und ist mühsam, jaja. Je weniger unsere Lebensmittel allerdings schon durch Dritte verarbeitet wurden und je mehr offene Angriffsstellen für Bakterien sie bieten, umso gefährlicher sind sie für uns. Also investiert die paar Minuten mehr – eurer Gesundheit zuliebe.

Von Laura Scholz am 22.11.2019
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