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Her mit dem Schutzmantel

So wird unsere Haut fit für den Winter

Temperaturunterschiede, Heizungsluft und wenig Sonnenlicht – unsere Haut ist während der kalten Monate ganz schön vielen Strapazen ausgesetzt. Kein Wunder also, dass sie rebelliert. Eine Dermatologin verrät, wie wir die lästigen Nebenwirkungen vermeiden.

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Reichhaltig und fettig? Ja, bitte! Im Winter sollte die Pflege schön nährend sein. 

Getty Images

Mit dem Herbst beginnt der tägliche Kampf gegen Rötungen, Trockenheit und Pickel. Es ist ein Albtraum. Wenn ihr aber bereits jetzt zur richtigen Pflege greift, stehen die Chancen gut, dass ihr von den Strapazen verschont bleibt. Wir haben mit Dr. Liv Kraemer gesprochen und wollen euch die Tipps der Dermatologin unbedingt weitergeben.

Wieso ist unsere Haut im Winter so empfindlich?

Die Ursache ist das ganze Auf und Ab der Umwelteinflüsse. Mit dem Temperatursturz fällt auch die Luftfeuchtigkeit in die Tiefe und unsere Haut fühlt sich plötzlich trocken an. Ausserdem wechseln wir innerhalb von Sekunden von der Wärme drinnen in die Kälte draussen. Das strapaziert die Haut und sie produziert mehr Sebum (Fett), um sich vor den eisigen Temperaturen zu schützen. Kommen wir dann wieder in einen geheizten Raum, kann sich die Haut nicht schnell genug gewöhnen. Wer zu unreiner Haut oder Rosazea neigt, hat im Winter deshalb noch mehr mit Pickeln oder Rötungen zu kämpfen.

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Wie bringen wir unsere Haut geschmeidig durch den Winter?

Die Pflege darf jetzt fettig sein! Wieso? Die Haut gleicht im Aufbau einem Backsteingebäude. Wenn die oberste Schicht nicht schön dicht ist und die Füllung zwischen den Steinen bröckelig wird, kommt es zum Wasserverlust. Im Winter ist die Haut durch die Heizungsluft stärker beansprucht und verliert schneller an Feuchtigkeit. Das macht sich als Spannung und Trockenheit bemerkbar. Es ist also essenziell, tagsüber eine etwas fettigere Creme zu benutzen. Allerdings ist auch dabei wieder Vorsicht geboten: Zu viele Fette und Öle fördern Pickel. In der Nacht solltet ihr deshalb auf eine leichtere Option zurückgreifen. Alle sechs bis acht Wochen helfen Fruchtsäurepeelings bei der Dermatologin, um die abgestorbenen Zellen zu entfernen (welche übrigens für das Trockenheitsgefühl verantwortlich sind).

Was sollten wir in den Wintermonaten vermeiden?

Gele! Die trocknen unsere Haut nur noch mehr aus. Denn Wasser entzieht der Haut Wasser – und Gele bestehen fast ausschliesslich daraus. Im Sommer mögen sie die optimale Pflege sein, im Winter sollten wir die Finger davon lassen.

«Wenn die Haut trocken ist, muss man sie nachfetten und nicht mit Feuchtigkeitscremes noch mehr zum Austrocknen bringen.»

Viele begehen dazu den Fehler, im Herbst keinen Sonnenschutz zu benutzen. Wieso sollte man auch? Die Sonne scheint ja kaum und wenn doch, wollen wir so viel Vitamin D wie möglich aufsaugen. Hmm, diese Einstellung kann fatal sein! Gerade in der grauen Jahreszeit behandelt Dr. Kraemer viele Patienten, die vermehrt unter dunklen Flecken (Pigmente) leiden. Ein Beweis, dass die Sonne auch an wolkenverhangenen Tagen sehr viel Kraft hat. Es erübrigt sich also zu sagen, dass wir täglich Sonnenschutz auftragen sollten. 

Schönheit kommt nicht nur von aussen, sondern auch von innen

Was wir über die Nahrung zu uns nehmen, hat einen wichtigen Einfluss auf unsere Haut. Ist sie trocken, sorgen Nachtkerzenöl oder Vitamin E Kapseln von innen für mehr Feuchtigkeit. Auch Omega 3 sollten wir in den kalten Monaten vermehrt über Nahrungsmittel aufnehmen. Es ist vor allem in Leinsamenöl, Fisch oder Nüssen enthalten. Zink gilt als Immunsystem-Booster und unterstützt damit die Haut im Kampf gegen die Umwelteinflüsse.

Für weitere Tipps und Tricks rund um die Haut lohnt es sich, auf dem Blog oder YouTube-Kanal von Dr. Liv Kraemer vorbeizuschauen: 

 

Von Jana Giger am 07.10.2019
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