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Asozial gut

Charlie Sheen ist unser unverhofftes Stil-Vorbild

Ziemlich genau acht Jahre ist es her, dass Charlie Sheen bei «Two and a half Men» (aus Gründen) gegen Ashton Kutcher ausgetauscht wurde. Verbinden werden wir die Serie trotzdem auf ewig mit der prolligen Originalbesetzung. Erst recht, da sein Signature-Look sich jetzt in unsere Insta-Feeds schleicht.

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Charlie Harper war reich, ein Womanizer – und ganz offensichtlich Trendsetter.

CBS via Getty Images

Der eine war grumpy, verantwortungslos, latent genervt, meistens verkatert und beinahe unerträglich stillos. 
Der andere war etwas unreif, treudoof, umweltbewusst, Alkohol gegenüber eher skeptisch und im Grossen und Ganzen irgendwie öko. 

Nee, da ging was nicht auf, wenn ihr mich fragt. Als Prolet Charlie Sheen (der eine) 2012 «Two and a half Men» verlassen musste und durch Schönling Ashton Kutcher (der andere) ersetzt wurde, hat die Show für mich an allem verloren, was sie mal ausgemacht hatte. Irgendwann spielte nicht mal mehr der «halbe Mann» mit, der im Titel angepriesen wurde. So buchstäblich alles lässt man sich ja nun nicht mal als anspruchsloser Serien-Glotzer gefallen.
Inzwischen ist eh aus die Maus und das Hoch von «Two and a half Men» liegt weeiiit hinter uns. Oder etwa … unmittelbar vor uns? 

Charlies «Stil» ist jetzt #trending

Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis uns ein neuer «ugly Trend» heimsuchen würde. Nachdem wir verpönte Dad Sneaker glorifiziert haben, Socken in Sandalen offiziell als hip erklärt wurden und Velobrillen sogar auf den Nasen derjenigen hocken, die sich nicht mal im Traum zu Fortbewegungszwecken aufs Fahrrad schwingen würden, folgt nun … das Bowling Shirt. So würden wir das jedenfalls beschreiben, was Charlie Sheen aka Charlie Harper da acht Staffeln lang an seinem Körper durch Malibu schob. 

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Charlie und Alan Harper in «Two and a half Men».

CBS via Getty Images

Da kommen Assoziationen zu geliehenen Stink-Schuhen, warmem Bier und ungepflegten Männerfüssen in uns hoch. Schön ist anders. Meint man.

Das New Yorker Label Orseund Iris zaubert da jetzt nämlich was aus Baumwollripp und cremefarbenem Leder, nennt es nicht Bowling Shirt, sondern «Car Top» und macht damit Influencer glücklich und uns ganz wuschig. Wollen wir plötzlich den Charlie-Harper-Look?!

Verdammt, ja, es sieht ganz so aus. Natürlich tragen wir keine Cargoshorts und besockte Loafer dazu (gut, Letzteres vielleicht schon), sondern konzentrieren uns untenrum noch auf Jeans oder Lederhose, aber im Grunde … ist Charlie Sheen-Harper unser neues Stilvorbild.
Nimm das, Ashton Kutcher.

Von Laura Scholz am 11.05.2020
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