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Strumpfhosen-Pflicht und Nagellack-Verbot

So streng waren die Mode-Vorschriften der Queen

Royal sein, das klingt glamourös. Kronen, fabelhafte Kleider, sogar ein eigener Palast. Weniger glamourös? Hautfarbene Strumpfhosen und zensierte Hochzeitskleider. Ob sich das Fashion-Regiment von Queen Elizabeth II nun ändern wird, lässt sich nur schwer vorhersagen. Eins steht allerdings fest: In manchen Fällen wäre eine Generalüberholung gewünscht.

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Der Fashion-Knigge der Queen wurde nur selten gebrochen – vor allem nicht von Charles, Camilla, Kate und William.

Getty Images

1. Die Saumlänge

Knie waren bisher tabu. Kate und Co. sollten zwar Kleider und Röcke tragen – Hosen sah die Königin an Damen nicht gern – der Saum musste aber lang genug sein. Weitere majestätische Pluspunkte gabs für einen schmalen (schmalen, nicht engen) Schnitt. Der lässt schliesslich erst gar keine entwürdigenden Outfit-Pannen durch Windstösse oder ähnliches zu. Ein Marilyn-Monroe-Moment vor hunderten Zuschauern? Nicht auszudenken …

2. Die Farbe der Outfits

Wir haben es bereits erklärt: Hinter den Regenbogen-Ensembles der Queen steckte keine ausgelebte Liebe für Knallfarben. Nein, das Oberhaupt der britischen Königsfamilie trug bunt, um aus der Masse herauszustechen. Auch der angepilgerte Fan in der allerletzten Reihe sollte nämlich sagen können, er habe die Queen gesehen. 

3. Das Untendrunter

Ok, die Knie sah die Queen am liebsten unter dem Rock verstaut, aber was war mit den Waden? Den Schienbeinen? Ja, den Knöcheln? Keine Angst, auch hier gab es bisher keine obszöne, nackte Haut zu sehen. Strumpfhosen waren nämlich Pflicht. Und zwar immer. Auch nudefarbene.

4. Die Taschenform

So eine Cross-Body-Bag mutet doch ziemlich praktisch an für einen royalen Auftritt. Die Hände sind frei zum SchüttelnHalten und Geschenke-Entgegenehmen. Erwünscht war bis jetzt allerdings genau das Gegenteil. Dass die weiblichen Royals, seit dem wir denken können, beinahe ausschliesslich mit Clutches auftreten, ist also kein Zufall. So sind die Hände immer beschäftigt, wirken niemals deplatziert und müssen auch nicht unnötig viele Gegenüber schütteln. Und wegen des Haltens? In der Öffentlichkeit Zuneigung zeigen war bislang ohnehin nicht gern gesehen.
Übrigens: Die kleinen Taschen haben noch einen weiteren Vorteil, den man vielleicht auch in Zukunft nutzen möchte. Sie eignen sich ganz hervorragend dazu, beim Aussteigen aus dem Auto unauffällig das Dekolleté zu verdecken.

5. Der Nagellack

Doch, doch, Nagellack war schon immer erlaubt. Allerdings gab es bisher eine Bedingung: Nude musste er sein. Die Queen schwörte zum Beispiel auf den Ton «Ballet Slip» von Essie.

6. Die Hochzeitskleider

Zwar schrieb die Queen den Bräuten in spe nicht vor, welche Kleider sie beim Gang vor den Altar zu tragen hatten, man munkelt aber, dass sich sowohl Herzogin Catherine, als auch ihre Schwägerin Meghan den Segen für ihr Hochzeitskleid beim Familienoberhaupt abholen mussten.

7. Die Shorts

Moment, Shorts? Dieser Punkt richtete sich natürlich nicht an die Herzoginnen. Und auch nicht an ihre Gatten. Nein, an diese Regel mussten sich Prinz George, 9, und sein Bruder Louis, 4 Jahre, halten. Während Mami Kate ihre Knie unter Verschluss zu halten hatte, sollte man ihre nämlich sehen. Der Grund dafür ist eine alte Tradition: Früher trugen kleine Jungs (aus gutem Hause) zuerst Kleider. Erst mit acht oder neun zog man ihnen Hosen an – ein Zeichen der heranwachsenden Männlichkeit.

Von Style am 9. September 2022 - 10:00 Uhr