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Strumpfhosen-Pflicht und Nagellack-Verbot

So streng sind die Mode-Vorschriften der Queen

Jaja, Royal sein, das klingt glamourös. Kronen, fabelhafte Kleider, sogar ein eigener Palast. Weniger glamourös? Hautfarbene Strumpfhosen und zensierte Hochzeitskleider. Ein Einblick in den Fashion-Knigge der britischen Königsfamilie.

Meghan Markle, Prinz Harry, Prinz William und Kate Middleton
Haben nicht viel zu lachen: Der Royal-Nachwuchs muss sich an das Fashion-Regiment der Queen halten. Getty Images

1. Die Farbe der Outifts

Wir haben es schon mal erklärt: Hinter den Regenbogen-Ensembles der Queen steckt keine ausgelebte Liebe für Knallfarben. Nein, das Oberhaupt der britischen Königsfamilie trägt bunt, um aus der Masse herauszustechen. Auch der angepilgerte Fan in der allerletzten Reihe soll nämlich sagen können, er habe die Queen gesehen. Und ein zitronengelbes Persönchen am Horizont erspäht man nun mal leichter als ein Phantom in Mausgrau.

2. Die Saumlänge

Knie sind tabu. Dir royale Dame hat ihre gefälligst zu verdecken. Kate und Meghan sollen zwar Kleider und Röcke tragen – Hosen sieht die Königin an Damen nicht gern – der Saum muss aber bitte sehr lang genug sein. Weitere majestätische Pluspunkte gibts für einen schmalen (schmalen, nicht engen) Schnitt. Der lässt schliesslich erst gar keine entwürdigenden Outfit-Pannen durch Windstösse oder ähnliches zu. Ein Marilyn-Monroe-Moment vor hunderten Zuschauern? Nicht auszudenken …

3. Das Untendrunter

Ok, die Knie sind also schon mal sicher unter dem Rock verstaut, aber was ist mit den Waden? Den Schienbeinen? Ja, den Knöcheln? Keine Angst, auch hier bekommen wir keine obszöne, nackte Haut zu sehen. Strumpfhosen sind nämlich Pflicht. Und seien es nur nudefarbene.

4. Die Taschenform

So eine Cross-Body-Bag mutet doch ziemlich praktisch an für einen royalen Auftritt. Die Hände sind frei zum Schütteln, Halten und Geschenke-Entgegenehmen. Erwünscht ist allerdings genau das Gegenteil. Dass Kate und Meghan beinahe ausschliesslich mit Clutches auftreten, ist also kein Zufall. So sind die Hände immer beschäftigt, wirken niemals deplatziert und müssen auch nicht unnötig viele Gegenüber schütteln. Und wegen des Haltens? In der Öffentlichkeit Zuneigung zeigen ist ohnehin nicht gern gesehen. Harry und Meghan scheint das egal zu sein, die Frischvermählten sind ständig Hand in Hand unterwegs. William und Kate dagegen? Na sagen wir mal, sie muss eben ihre Clutch halten.
Übrigens: Die kleinen Taschen haben noch einen anderen Vorteil. Sie eignen sich nämlich ganz hervorragend dazu, beim Aussteigen aus dem Auto unauffällig das Dekolleté zu verdecken.

5. Der Nagellack

Doch, doch, Nagellack ist erlaubt. Wäre ja auch völlig albern, wenn nicht. Es gibt nur eine Bedingung: Nude muss er sein. Die Queen schwört zum Beispiel auf den Ton «Ballet Slip» von Essie.

6. Die Hochzeitskleider

Zwar schreibt die Queen den Bräuten in spe nicht vor, welche Kleider sie beim Gang vor den Altar zu tragen haben, man munkelt aber, dass sich sowohl Herzogin Catherine, als auch ihre Schwägerin Meghan den Segen für ihr Hochzeitskleid beim Familienoberhaupt abholen mussten.

7. Die Shorts

Moment, Shorts? Dieser Punkt gilt natürlich nicht für eine der Herzoginnen. Und auch nicht für ihre Gatten. Nein, an diese Regel müssen sich Prinz George, 5, und sein Bruder Louis, 7 Monate, halten. Während Mami Kate ihre Knie unter Verschluss zu halten hat, soll man ihre nämlich sehen. Der Grund dafür ist eine alte Tradition: Früher trugen kleine Jungs (aus gutem Hause) zuerst Kleider. Erst mit acht oder neun zog man ihnen Hosen an – ein Zeichen der heranwachsenden Männlichkeit. Die Kleider sind zwar längst passé, ein paar Jahre mit kalten Beinchen in Shorts hat George trotzdem noch vor sich. Von Louis ganz zu schweigen …

Von Laura Scholz am 3. März 2019