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  4. Tanne im Topf: So pflegt man den eigenen Christbaum

Ein (nachhaltiger) Baum fürs Leben

So klappt es mit dem Christbaum im Topf

Er wird kurz vor Heiligabend aufgestellt und am 6. Januar wieder entsorgt: Der Weihnachtsbaum. Ihr habt genug davon, jedes Jahr eine Tanne in die Tonne zu werfen? Kein Problem, hier kommt die nachhaltige Alternative: Der Baum im Topf. Damit euer eigener kleiner Weihnachtsbaum allerdings Jahr für Jahr seinen grossen Auftritt bekommt, braucht er die richtige Pflege. Wir verraten euch, wie das geht.

Weihnachtsbaum im Topf

Ihr habt nicht gerade einen grünen Daumen? Kein Problem, mit diesen fünf Tipps überlebt euer Weihnachtsbaum im Topf.

Getty Images

So ein Weihnachtsbaum im Topf hat doch nur Vorteile. Man muss ihn nicht entsorgen und kann ihn Jahr für Jahr «recyceln». Das ist gut für die Umwelt, erspart das mühsame Schleppen und ist erst noch gut fürs Portemonnaie. Soweit die Vorstellung. Die Realität sieht jedoch meist anders aus. Nach dem Kauf stellt man den Baum mitsamt Topf in die Wohnung. Dort wird er festlich geschmückt und man blickt voller Stolz auf den eigenen Weihnachtsbaum. Doch wenige Tage später ist der Zauber vorbei: Die Äste färben sich braun, die Nadeln fallen ab. Jetzt hofft man einzig noch, er hält wenigstens bis Ende der Festtage durch. An nächstes Jahr will man gar nicht erst denken. 

Kommt euch das bekannt vor? Dann habt ihr euer Bäumchen wahrscheinlich falsch gepflegt. Oder ihr habt den falschen Baum gekauft. Denn ganz so einfach ist es mit der Tanne im Topf eben doch nicht. Aber keine Sorge, ihr bekommt das hin. Denn wir zeigen euch, wie auch ihr zur/zum stolzen Weihnachtsbaumbesitzer*in werdet.

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Den richtigen Baum wählen

Alles beginnt bei der Auswahl des richtigen Baumes. Und hier ist bereits Vorsicht geboten, denn längst nicht alle Tannenarten eignen sich für den Topf. So lässt sich zum Beispiel die Nordmann-Tanne, der Klassiker unter den Christbäumen, nur schwer im Topf kultivieren, weil ihre Wurzeln sehr tief in den Boden reichen. Das würde bedeuten, man bräuchte einen riesigen Topf. Zudem wächst sie sehr schnell und kann ohne Probleme über 25 Meter hoch werden. Besser geeignet für die Wohnung sind daher Zwergfichten. Sie brauchen kaum Platz und wachsen langsam. Eine gute Wahl ist auch die Zwerg-Koreatanne «Molli». Sie hat ähnliche Eigenschaften wie die Zwergfichte. Zudem hat sie als Jungtanne dunkelviolette Zapfen, die ein tolles Accessoire abgeben.

Gute Vorbereitung fürs Fest

An alle Last-Minute-Shopper: Beim Weihnachtsbaum klappt das nicht. Der Grund: Die an frostige Temperaturen gewöhnte Tanne braucht Zeit, um sich zu akklimatisieren. Ihr müsst sie also schrittweise an die Wärme in eurer Stube gewöhnen. Dafür stellt ihr sie am besten drei bis vier Tage vor Weihnachten in einen Raum mit etwa zehn bis fünfzehn Grad. Perfekt dafür ist ein Wintergarten. Als Alternative eignet sich aber auch die Garage, der Keller oder das Treppenhaus. Wichtig ist allerdings, dass der gewählte Raum ein Fenster hat, damit die Tanne genügend Tageslicht bekommt.

Ein kühles Plätzchen suchen

Wie gesagt: Die Tanne mag weder Wärme noch Dunkelheit. Daher sollte sie, wenn sie nach ihrer Akklimatisierung in eure Wohnung kommt, einen möglichst kühlen, lichtdurchfluteten Standort bekommen. Das heisst konkret: Stellt die Tanne niemals direkt neben die Heizkörper. Sucht ihr lieber ein Plätzchen mit leichtem Durchzug in der Nähe eines Fensters. Nach dem Fest hat der Baum dann nichts mehr in der Wohnung verloren. Bringt die Tanne also am besten so schnell wie möglich wieder nach draussen, denn da fühlt sie sich am wohlsten.

Sorgfalt beim Schmücken

Wer den Weihnachtsbaum nach dem Fest wegwirft, der braucht beim Schmücken keine Rücksicht zu nehmen. Bei einem Baum, der mehrere Jahre schön und gesund bleiben soll, ist das allerdings etwas anders. Da ist ein wenig Feingefühl gefragt. So sollte man auf zu viel oder sehr schweren Schmuck verzichten, um den Baum nicht zu überstrapazieren. Vorsicht ist jedoch vor allem bei den Kerzen geboten: So können die Klemmhalter, die Hitze oder das Wachs die Äste verletzen oder austrocknen. Die bessere Wahl sind daher feine Lichterketten oder künstliche anstelle von echten Kerzen.

Giessen, Giessen, Giessen

So logisch es auch klingen mag, solltet ihr eines nicht vergessen: Euer Baum braucht Wasser. Das gilt vor allem für die Zeit, wo er im beheizten Wohnzimmer steht. Am besten prüft ihr täglich, ob die Erde noch feucht ist. Mindestens alle zwei Tage sollte ihr ihn dann definitiv giessen. Empfehlenswert ist es zudem, die Äste über die Festtage zusätzlich mit Wasser zu besprühen, damit die Tanne garantiert nicht austrocknet. Im Freien, sprich über das Jahr hinweg, braucht die Tanne zwar deutlich weniger Pflege, ihr solltet sie aber trotzdem nicht vergessen. Vor allem in sehr heissen und trockenen Monaten braucht sie alle paar Tage frisches Wasser. Zudem solltet ihr sie einmal im Jahr düngen. Dafür gibt es speziellen Tannendünger, den man dem Giesswasser beimischen kann. Der perfekte Zeitpunkt dafür ist das Ende der Frostzeit, respektive kurz vor Beginn des Frühlings. 

Und für alle, die sich das jetzt trotzdem nicht zutrauen: Es gibt auch tolle Weihnachtsbäume zum Mieten (wo ihr die findet, verraten wir euch hier).

Von Deborah Bischof am 12. Dezember 2021 - 10:00 Uhr
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