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Von Artischocken bis Amaranth

Darum solltet ihr öfter bittere Lebensmittel essen

Schon beim Gedanken an Grapefruit oder Rucola zieht sich bei euch alles zusammen? So geht es vielen. Denn bitter schmeckende Lebensmittel sind nicht gerade die beliebtesten im Früchte- und Gemüseregal. Gesund sind sie aber allemal. Was sie alles für unseren Körper tun, lest ihr hier.

A large group of artichokes.

Artischoken enthalten jede Menge Bitterstoffe und helfen bei Magen-Darm-Beschwerden oder einem zu hohen Cholesterinspiegel.

Getty Images

Unsere Zunge kennt vier Geschmacksrichtungen: Süss, salzig, sauer und bitter. Bei den ersten beiden sind sich die meisten einig: Eine Tafel Schokolade  oder eine paar Chips schmecken einfach himmlisch gut. In sauer schmeckende Lebensmittel wie Zitronen beissen wir hingegen weniger gerne. Und wie siehts mit bitteren Produkten wie Chicorée-Salat oder Artischocken aus? Die werden oft auf dem Teller stehen gelassen. Dabei sind die enthaltenen Stoffe ausgesprochen kostbar und gesund für unseren Körper.

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Was sind Bitterstoffe überhaupt?

Schön und gut, gesunde Lebensmittel nehmen wir ja gerne zu uns aber weshalb müssen die denn auch so bitter schmecken? Die Antwort darauf ist einfach. Bitterstoffe sind sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe und stammen aus dem Bereich der Saponine. Pflanzen haben diese Bitterstoffe entwickelt, um sich zu schützen und nicht von anderen Lebewesen gefressen zu werden. 

Dementsprechend rümpfen viele erst mal die Nase. Unbestritten ist aber ihr positiver Effekt auf unsere Gesundheit. So fördern Bitterstoffe die Verdauung und Durchblutung, stärken das Immun- und Nervensystem, wirken antibakteriell, helfen bei Übelkeit und haben einen positiven Einfluss auf unser Hautbild. Zudem zügeln sie unsere Lust auf Süssigkeiten, fördern die Fettverbrennung und unterstützen unsere Leberfunktion. In der ayurvedischen Lehre als auch in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet man Bitterstoffe sogar, um das Gleichgewicht in der Ernährung wieder herzustellen.

Dort stecken Bitterstoffe überall drin

Dass Grapefruit, Olivenöl, Artischocken oder Rucola Bitterstoffe enthalten, ist klar. Für alle, welche den bitteren Geschmack nicht mögen, aber dennoch nicht auf die Benefits verzichten möchten, gibt es auch Lebensmittel, die gar nicht so bitter schmecken. Dazu gehören beispielsweise Amaranth, Quinoa, Cranberrys oder Walnüsse. Auch Grüntees sind grossartige Bitterstoffliferanten. Wer nicht einmal auf diese Lebensmittel steht, kann auch zu Tropfen, Kapseln oder Pulver in Form von Nahrungsergänzungsmitteln greifen.

 

Von Nadine Schrick am 28.04.2021
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