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Von wegen Abfall

Darum sollte man Unkraut nicht wegwerfen

Unkraut gehört auf den Kompost? Von wegen! Das gejätete Wildkraut kann nämlich noch vielseitig weiterverwendet werden.

unkraut

Unkraut hat einen schlechten Ruf. Dabei kann es eine wahre Wunderwaffe sein. 

Getty Images

Im Gartenbeet leben nicht nur Blumen, Gemüse und Obst. Auch Unkraut siedelt sich hier gerne an – selbst, wenn es unerwünscht ist.

Doch eigentlich wird das Unkraut zu Unrecht verdonnert. Es ist nämlich gar nicht so schlecht, wie die meisten denken. Im Gegenteil: Unkraut kann man sich in verschiedenen Bereichen zunutze machen. Nachdem man erstmal weiss, wofür man das wilde Gewächs alles verwenden kann, findet man das Jäten wahrscheinlich gar nicht mehr so ärgerlich.

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Haben sich Brennnesseln in eurem Garten ausgebreitet? Kein Problem! Abgesehen von ihren Brennhaaren gibt es nämlich keinen Grund, das Unkraut zu verfluchen. Mit Brennnesseln lässt sich nämlich ein ökologischer Naturdünger herstellen. Das Unkraut enthält viele Nährstoffe, die deine Pflanzen bereichern.

Für die Zubereitung müsst ihr die Brennnesseln in einen Behälter geben. Aber Vorsicht: Es darf kein Metallgefäss sein, da sonst chemische Prozesse ausgelöst werden. Abgesehen von der Blüte könnt ihr alle Teile der Pflanze dazugeben. Sobald das Gefäss bis oben hin mit Wasser gefüllt ist, kann man ein Tuch oder ein Brett darüber legen. Das Ganze lässt man dann circa zwei Wochen stehen. Ihr solltet die Mischung aber jeden Tag kurz umrühren. In der Sonne wird der Gärungsprozess beschleunigt.

Sobald die Mischung nicht mehr schäumt, ist der Dünger bereit zur Anwendung. Vorerst muss das Ganze aber noch mit Wasser verdünnt werden. Bei grossen und alten Pflanzen eignet sich ein Mischverhältnis von eins zu zehn. Für empfindliche Pflanzen wie Setzlinge sollte man die Mixtur lieber im Verhältnis von eins zu 20 verdünnen. Am besten giesst ihr eure Pflanzen einmal wöchentlich mit dem Dünger.

 

Viele verschiedene Unkräuter sind nicht nur essbar, sondern auch sehr gesund. Daher eignen sie sich für einen Salat. Entweder stellt man aus dem Unkraut einen ganzen Salat her oder gibt davon einfach ein bisschen zum herkömmlichen Salat dazu. Giersch eignet sich besonders gut für einen Salat. Die jungen Blätter der Pflanze wirken entgiftend, da sie viel Eisen, Kalium, Vitamin C und Karotin enthalten. Unter anderem lassen sich auch die frischen Knospen und Blätter von Breitwegerich und Löwenzahn zu einem Salat verarbeiten.

Auch auf dem Kochherd ist Unkraut nicht fehl am Platz. Wie wäre es mit einer Brennnesselsuppe oder Pesto aus Giersch? Keine Angst, die Brennnesseln brennen nicht mehr, nachdem sie aufgekocht wurden. Nach der Erhitzung erinnert ihr Geschmack an Spinat. Wer sich aber nicht gleich an ein richtiges Menü traut, kann verschiedene Unkräuter auch einfach als Gewürze verwenden, um Speisen aufzupeppen.

Unkraut steckt voller heilender Stoffe. Auch bei Insektenstichen kann es eine helfende Hand bieten. Dazu eignen sich Gänseblümchen besonders gut. Um einen Insektenstich zu lindern, könnt ihr einfach den Saft aus dem Blümchen ausdrücken und über die betroffene Stelle tupfen. Auch Breitwegerich hat eine entzündungslindernde Wirkung. Um davon zu profitieren, könnt ihr einfach ein Blatt auf den Insektenstich reiben. Gierschblätter, die man vorher mit einem Stein gequetscht hat, kann man ebenso auf die betroffene Stelle auflegen.

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Von Style am 22. Juni 2022 - 09:00 Uhr
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