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  4. Hair Oiling: Die Ayurveda-Technik für gesundes und volles Haar

Traditionelle Ayurveda-Technik

Volle und gesunde Haare dank Hair Oiling

Wer sich mit der indischen Heilkunst auskennt, weiss, dass sie den Körper, die Sinne, den Verstand und die Seele als ganzheitliches System betrachtet. Deshalb steckt auch hinter Hair Oiling mehr als bloss ein Beauty-Treatment. Wir erklären euch weshalb.

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Eine Methode, die für schöne Haare sorgt und entspannt? Wir wollen mehr wissen!

Getty Images

Einen frisch gewärmten, echten Masala Chai bekommt man nur auf den Strassen Indiens. Eine Ayurveda-Massage eigentlich auch. Aber der modernen Technik und Globalisierung sei dank, wird die rund 5'000 Jahre alte Heilkunst auch bei uns immer bekannter. Eine der heiligsten Praktiken heisst Shiroabhyanga, oder – etwas einfacher ausgedrückt – Hair Oiling. Dabei werden die Haare gepflegt und alte Hautschüppchen durch die Massage entfernt. Wieso das wichtig ist? Die Kopfhaut kann wieder besser atmen, die Blutzirkulation wird angeregt und die Haare sollen schneller wachsen. Bei einer regelmässigen Anwendung sorgt Hair Oiling deshalb für gesundes Haar und eine ausbalancierte Kopfhaut. Und nicht nur das: Den indischen Ayurveda-Experten zufolge soll die Massage von Schopf und Kopf das siebte Chakra – das Geist-Chakra – aktivieren und somit für Entspannung sorgen. Bei Stress wissen wir jetzt also, was zu tun ist!

Welches Öl?

Hier gibt es natürlich eine riesige Auswahl an Produkten mit unterschiedlichen Vorteilen: Mandelöl soll besonders gut bei Haarausfall sein, während Hibiskus die Mähne kräftigt und Neem-Öl gegen Schuppen hilft, weil es einen sehr reinigenden Effekt hat. Es kommt also ganz darauf an, was euer Haar gerade braucht. Die Inderinnen schwören im Sommer dank der kühlenden Wirkung übrigens auf Kokosnussöl.

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Und wie funktionerts genau?

  1. Nehmt euch Zeit – das A und O! Es geht beim Hair Oiling ja auch darum, Stress zu reduzieren. Wenn ihr dann ready seid, könnt ihr einige Tropfen Öl zwischen euren Fingern aufwärmen und mit langsamen Bewegungen in die Kopfhaut und Haare einmassieren.
  2. Arbeitet euch von der Kopfhaut über den Haaransatz vor und dann weiter bis hinunter zu den Spitzen. Danach sind Schläfen und Nacken an der Reihe: Massiert und knetet die Stellen mit sanftem Druck. So, wie es sich für euch angenehm anfühlt.
  3. Jetzt lasst ihr das Öl mindestens eine halbe, bestenfalls aber mehrere Stunden einwirken. Danach könnt ihr euch normal die Haare waschen – wenn nötig sogar zweimal, falls sie sich immer noch ölig anfühlen.
Von Jana Giger am 10.05.2020
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