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  4. Power Naps am Mittag: Wann, wie lang und wo man am besten schläft

Die beste Nachricht des Jahres:

Power Naps machen Sinn – und uns produktiv

«Ich geh mal Mittag essen» – na, wie oft habt ihr euren Kollegen diese Nachricht schon in die WhatsApp-Gruppe geschickt, nur um dann einzunicken? Wenn wir zwischen Esstisch und Sofa arbeiten, ist die Verlockung für einen kurzen Nap gross. Die gute Nachricht: Das ist okay!

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Nur mal kurz hinlegen? Das ist tatsächlich eine ziemlich gute Idee. 

Getty Images

Zwischen Morgensitzung und Projekt-Kick-Off am Nachmittag, legen die Mitarbeiter ihren Kopf für einen schnellen Power Nap auf dem Schreibtisch ab. Was in einigen asiatischen Ländern längst Gang und Gäbe ist, war für uns lange unvorstellbar. Doch dann kam der Lockdown, das Home Office und damit – rein theoretisch – auch die Möglichkeit, den Mittag mit geschlossenen Augen zu verbringen. Merkt ja keiner, ob man nun Spaghetti al Pomodoro isst, oder ins Land der Träume abtaucht. Aber verraten will mans auch nicht. Das schlechte Gewissen nagt. Ist man faul, wenn man am Nachmittag kurz ein Schläfchen einlegt, statt sich ein gesundes, nahrhaftes Mittagessen (oder ein Bananenbrot) in der Küche zuzubereiten? Nicht, wenn wir wissen, worauf wir achten müssen.

Wir können nichts dafür

Schenkt man der Wissenschaft Glauben, ist das altbekannte Nachmittagstief nicht unser eigenes Verschulden. Es soll allen menschlichen Wesen in die DNA gelegt sein. Und es ist nicht dazu da, uns zu vermitteln, schnell noch einen Kaffee nachzuschütten. Es will uns sagen: Leg dich hin! Wer dem nachkommt, wacht mit mehr als dem bisschen Restenergie auf, die uns der Espresso gegeben hätte. Wir sind besser gelaunt, können Stress besser handlen und gehen nachsichtiger mit unseren Mitmenschen um. Ein Win für alle. 

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Timing ist alles

Wir alle kennen die Regel und trotzdem sind wir manchmal geneigt, sie zu ignorieren: Länger als 30 Minuten sollten wir nicht im Land der Träume verbringen. Alles, was darüber hinausgeht, endet in der REM-, also der Tiefschlafphase – und aus der wachen wir statt frisch und erholt gerädert wieder auf. Nicht gerade zuträglich für unsere Produktivität. 

Wagt es nicht, ins Bett zu gehen

Üblicherweise setzt das Nachmittagstief zwischen 14.00 und 15.00 Uhr ein. Hier also schonmal euer ideales Zeitfenster. Bevor ihr euch am Nachmittag nun aber vom Esstisch ins Bettchen schleicht – Obacht! Je gemütlicher wir es haben, desto schwerer fällt es uns, wieder aufzustehen. Besser nappt ihr daher auf dem Sofa oder, sollte es an dem mangeln, zumindest ohne weiche, warme Bettdecke. Auch eure Kleidung sollte euch nicht ZU cosy stimmen: Tiefschlafgefahr. Und die birgt neben dem Risiko, dass ihr euren halben Arbeitstag verschlaft, auch noch die Gefahr, dass ihr am Abend nicht mehr einschlafen könnt. Ein produktiver, nächster Tag? Gute Nacht. 

Von Malin Mueller am 30.04.2020
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