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  4. Sexting und Telefonsex – So funktioniert Sex in Zeiten des Coronavirus

Sicherheitsabstand

Ist euer Handy geladen? So geht Sex ohne Anfassen

Neuerdings soll man seine Hände ja schön brav bei sich behalten. Das Gleiche gilt für Körperflüssigkeiten. Weil wir nicht wissen, wo das alles noch hinführt, bereiten wir uns schon mal auf den Notfall vor: auf ganz viel Sex am Telefon. Mit sich selbst und dem Anderen am anderen Ende.

Instagram/nightydrunklover

Angst vor Körperkontakt – das passiert derzeit den Besten. Sogar Sean Connery.

Instagram/nightydrunklovers

Wie ist das eigentlich gerade so mit Dates, jetzt, wo ein scheuer Kuss der Ellbogen oder Schuhspitzen das Höchste der Gefühle ist? Ist der vielversprechende Fundus an Tinder-Matches in Quarantäne wertlos? Wenn wir irgendwann nicht mehr rausdürfen und Boy- oder Girlfriend nicht zufällig längst eingesackt und zu Hause eingesperrt haben – dann geht schlicht und einfach nichts mehr. Die unsexy Tatsache, dass man sich laut BAG bei engem (kritisch: weniger als zwei Meter Abstand) Kontakt über Tröpfchen easy peasy mit dem Coronavirus infizieren könnte, lässt uns derzeit nicht wie wild übereinander herfallen und Körperflüssigkeiten austauschen.

Auch wenn der Lusttropfen in diesem Sinne vermutlich keinen Schaden anrichtet, raten wir im Interesse des allgemeinen Wohlbefindens dazu, den Handy-Akku voll aufzuladen, einen (vertrauenswürdigen) Lover eurer Wahl zu kontaktieren und selbst die vom Desinfizieren trockenen Hände anzulegen. Sexting oder Telefonsex per Sprachnachricht und Video Call ist peinlich? Unangenehm? Langweilig? Nee, nee, das macht Spass. Man muss nur wissen wie.

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1. Stimmung, bitte
Man hat Bock und dann? Bringt man sich erst mal selbst in Wallung. Macht mal das Quarantäne-Fenster auf, atmet kurz ein bisschen von der Luft, die auch andere konsumieren (ist plötzlich irgendwie hot, oder?). Schenkt euch ein grosszügiges Glas Wein aus dem Notvorrat ein und gedenkt der Körperlichkeit. Damals auf dem Küchentisch ... Im Sommer aufm Balkon ... Haut an Haut. Huch. Fahrt das Licht runter, macht eure Wohnung vom Lazarett zum zwielichtigen Etablissement und schaut in den Spiegel: Welchen Teil meines Körpers schicke ich nachher rüber? Vielleicht inszeniert man schon mal? Eine Brust sieht angeschnitten spannender aus als plakativ frontal. Vorfreude ist schliesslich die schönste Freude. Und man möchte am Anfang des Sexventures keine Zeit mit dem optimalen Winkel verplempern.

2. Rantasten mit Buchstaben
Die Sexting-Bombe charmant zu zünden, ist ganz von der Situation abhängig. Wer sich da schlau anstellt, kann auf Plattitüden wie «Urgh, mein Nacken bringt mich um, ich bräuchte so dringend ’ne Massage» verzichten. Man kann auch Stichwörter droppen, die an gemeinsame sexy Time erinnern. Es gab da mal dieses eine krass gute Mal in der Sauna? Das Wort «Sauna» in den Text einbauen. Wer direkter ran will an den so fernen Speck, der kann auch einfach mit «Weisst du noch damals ...?» einsteigen oder schlicht und ehrlich «Ich bin spitz» (harmloser: «Ich hätte dich jetzt gerne hier») ins mobile Endgerät hacken.
Steigt das Objekt der Begierde ein, darf man sich den Ball schön hin und her spielen. Und nebenbei vielleicht schon mal erwähnen, dass untenrum einiges läuft. Manche schicken sich Bilder, andere erzählen, was sie sich wünschen, oder was sie mit dem anderen anstellen würden, wenn sie nur könnten. Da kann jeder durch erotische Fantasien driften, wie er will. Jedem selbst überlassen ist es auch, ob Toys als dritte Instanz mitspielen dürfen. Irgendwann sagt man sich dann, dass es bald soweit ist. Und dann ... platzt die Bombe oder man geht einen Schritt weiter.

3. Den Körper zuschalten
Per klassischem Anruf oder Video Call kommen jetzt Augen und Ohren dazu. Das erfordert zugegebenermassen Mut und es ist oft nicht leicht, Toy und Handy zu handlen (es gibt übrigens Vibratoren, die sich per App steuern lassen – egal, wie weit man voneinander entfernt liegt), ohne dass irgendwas abhanden kommt. Wer den Lover mit Bild zuschaltet, sollte ausserdem bedenken, dass man das Chaos vom Home Office noch schnell beseitigt.
Ansonsten: Man befindet sich auf der Zielgeraden, da sollte es einem im besten Falle schon egal sein, wie man aussieht. Man kann sich jetzt berieseln lassen, eigene Feuerwerke auslösen oder sich abstimmen. Danach darf man sich anlächeln. Und Danke sagen für den wilden Ritt. Denn Anteilnahme und Nächstenliebe sind das, was wir jetzt am meisten brauchen. Auch, um unsere Körper endlich wieder im Real Life aneinander reiben zu dürfen 💥

Von Linda Leitner am 14.03.2020
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