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Heilmittel der Aborigines

Gegen diese Beschwerden wirkt Teebaumöl

Unschön, hartnäckig und einfach nur ätzend. Nagelpilz loswerden kann eine richtige Tortur sein. Mit Teebaumöl sagen wir der Entzündung auf natürliche Weise den Kampf an. Das Heilmittel wirkt entzündungshemmend und hat noch diverse andere, überraschende Anwendungsmöglichkeiten.

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Ein paar Tropfen Teebaumöl im Fussbad wirken wahre Wunder.

Getty Images/Cultura Exclusive

Noch vor einer Woche haben wir nach Feierabend mit einem Glas Wein in der Hand und den Beinen im Wasser am Seeufer gesessen. Davon müssen wir uns langsam aber sicher schon bald wieder verabschieden. Und auch wenn die Sommerzeit im Schwimmbad Balsam für unser Gemüt ist – im Wasser und auf den Böden tummeln sich tausende Bakterien, die, wenn man Pech hat, zu Nagelpilz führen können. Wer schon mal eine solche Entzündung hatte, weiss, wie mühsam das ist. Auch den Nagellack kann man dann erst mal im Beautyschränkchen lassen, weil der die Heilung verlangsamt. 

Die erste Reaktion ist oft der Weg zur Apotheke, um sich eine Creme oder einen Lack gegen den Pilz zu holen. Aber wie wäre es, mal ein natürliches Mittel zur Bekämpfung einzusetzen? Die Rede ist von Teebaumöl. Das Naturmittelchen kommt heute in unzähligen Kosmetikprodukten zum Einsatz. Die heilenden Eigenschaften erkannten aber bereits die Aborigines vor tausenden von Jahren. Gebrauch machen wir vor allem von der antibakteriellen und fungiziden Wirkung des Wundermittels. Da es für viele Wehwehchen die Lösung sein kann, lohnt es sich, immer ein Fläschchen im Badezimmerschrank auf Vorrat zu halten.

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Nagelpilz

Gegen einen Befall hilft ein Fussbad. Am besten gleich zweimal täglich. Dazu gibt man fünf bis zehn Tropfen Teebaumöl in eine Schüssel mit warmem Wasser: Entspannung und Spa-Feeling inklusive. Für eine längere Anwendung wickelt man sich eine in verdünntes Teebaumöl getränkte Mullbinde um den infizierten Nagel. Das Öl dringt tief in den Nagel ein und kann den Befall direkt an der Wurzel bekämpfen. Wichtig: Konzentriert ist das Öl sehr stark, deshalb sollte es immer mit Wasser verdünnt werden.

Unreinheiten

Ihr habt endlich ein Date mit dem heissen Typen aus dem Büro und am Vorabend kündigt sich auf der Stirn ein schmerzender Pickel an – na super! Auch hier kann ein Griff zum Teebaumöl Abhilfe schaffen. Durch die antibakterielle Wirkung lindert es die Entzündung und verhindert die Ausbreitung von Bakterien. Bei einer solchen, punktuellen Anwendung gibt man eine kleine Menge Teebaumöl auf ein Wattestäbchen und tupft es dann direkt auf die betroffene Stelle. Für die grossflächige Anwendung ein paar Tropfen auf ein feuchtes Wattepad träufeln und wie einen Toner auf dem ganzen Gesicht verteilen. 

Zahnpflege

Durch die desinfizierende Wirkung von Teebaumöl kann das Heilmittel sogar zur Mundpflege genutzt werden. Für frischen Atem gibt man ein paar Tropfen in ein Glas mit warmem Wasser und gurgelt es. Eine kleine Menge auf die Zahnpasta geträufelt bekämpft nicht nur Karies, sondern löst auch Zahnstein auf. 

Erkältung

Bei verstopften Atemwegen oder Halsschmerzen kommt das im Öl enthaltene Cineol zum Einsatz. Durch das Inhalieren löst es den Schleim. Aber aufgepasst: Bei zu häufiger Anwendung können die empfindlichen Schleimhäute gereizt werden. Deshalb gilt auch hier wieder der Leitspruch «weniger ist mehr». 

Von Jana Giger am 02.09.2019
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