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  4. Beauty-Trend: Antig-Aging war mal, Natürlichkeit ist zurück

Authentisch ist das neue Schön

Endlich mal ein Beauty-Trend, der Freude macht

Instagram sagt das eine, die Beauty-Industrie das andere. Zum Glück. Wo in den sozialen Medien nämlich plötzlich alle gleich (langweilig) aussehen, ist in Sachen Haut- und Körperpflege ein ganz anderer Trend zu erkennen. Der zu mehr Natürlichkeit. Gott! Sei! Dank!

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Ihre natürliche Schönheit zu überdecken, kommt für Alicia Keys nicht in die Tüte.

Instagram /AliciaKeys

YouTuberin Cassey Ho hatte das freundlicherweise mal für unser unter die Lupe genommen: Wer auf Instagram erfolgreich sein will, der muss … aussehen wie alle anderen. Genauer gesagt wie die, die Schneewittchen-Haar, braune Katzenaugen, kleine Stupsnasen und verdächtig volle Lippen haben. Stimmt der Look, kann sich die dazugehörige «Persönlichkeit» vor Followern und Likes also kaum noch retten. Glückwunsch …

Die berüchtigte Schere zwischen Instagram und Real Life

Genauso gross wie der wundersame Unterschied zwischen geposteten Selfies und den eigentlichen, echten Gesichtern, ist zum Glück aber auch der zwischen unserem Verhalten auf Social Media und dem in Sachen Beauty und Körperpflege. Die Studie «Das neue Schön» vom Zukunftsinstitut für Trend- und Zukunftsforschung zeigt, dass wir uns im echten Leben weg vom Einheitsbrei und hin zur natürlichen Individualität bewegen.

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«Das Interessante bei Trends ist, dass sich fast immer ein Gegentrend entwickelt», 

weiss Studienleiterin Lena Papasabbas und lässt diese erfreuliche Entwicklung damit so logisch wie berechenbar klingen.

«Authentizität macht attraktiv» …

… ist eines der Fazits der Studie. Statt einem alles bestimmenden Schönheitsideal nachzueifern, soll uns in absehbarer Zukunft gerade das auszeichnen, was wir haben und andere eben nicht. «Makel», kleine Einzigartigkeiten, Transparenz. Anti-Falten-Cremes dagegen? Werden in den kommenden 50 Jahren sehr viel uninteressanter als Produkte, die nicht nur unserem Körper, sondern auch der Umwelt gut tun. Das wir das noch erleben dürfen! 

Influencer bleiben Influencer

Das Einzige, was sich voraussichtlich erst mal nicht ändern wird, ist (leider) die Macht der sozialen Medien. Wie gut, schlecht, wirkungsvoll oder überflüssig ein Beauty-Produkt ist, lassen wir uns weiterhin gerne via Instagram, YouTube und was da sonst noch kommen mag diktieren. 

Aber: Baby-Steps. Immerhin gehen die jetzt endlich wieder in die richtige Richtung. 

Von Laura Scholz am 20.11.2019
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