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Alec Baldwin über sein Vaterglück

Späte Vaterschaft ist in und hat auch noch Vorteile

Er musste für seine unkonventionelle Familienplanung gerade viel Kritik und Hasskommentare einstecken, doch das scheint an ihm abzuprallen: Alec Baldwin bezeichnet sich dank seiner Kinderschar als «glücklich wie nie zuvor». Spätes Vaterglück ist unter Stars nicht selten – und das hat durchaus seine Vorteile.

Hilaria und Alec Baldwin 2020

«Glücklich wie nie zuvor in meinem Leben»: Alec Baldwin, 62, bekam mit seiner Frau Hilaria, 37, in den vergangen sieben Jahren sechs Kinder – zuletzt mit etwas Unterstützung.

Bruce Glikas/WireImage

Alec Baldwin wurde gerade zum siebten Mal Vater – und dieses Glück mögen dem Hollywoodstar nicht alle gönnen, wie er auf Social Media erleben musste. Der 62-Jährige wurde nicht nur für die Art seiner Familienplanung – er und seine Frau Hilaria liessen ihr gemeinsames sechstes Kind (Tochter Ireland stammt aus seiner Ehe mit Kim Basinger) von einer Leihmutter austragen – teils aufs Übelste beschimpft, sondern auch wegen seines Alters.

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Der Schauspieler reagierte prompt – und löschte kurzerhand seinen Twitter-Account. Auf Instagram teilte er folgendes Video mit der Begründung («Twitter ist eine Plattform für A***»). Er schwärmt darin aber auch von seiner Frau und den Kindern: «Ich liebe sie mehr als alles andere und war in meinem ganzen Leben nie glücklicher.»

In dem Video bedankt er sich aber auch bei all jenen Followern, die auf ihre News nett – «oder zumindest vernünftig» reagiert hätten. «Ich weiss, ich bin deutlich älter als meine Frau, und ich erwarte von niemandem Verständnis – aber die Kommentare waren wirklich schlimm.»

Dabei ist Baldwin mit seinem späten Vaterglück unter den Stars mitnichten eine Ausnahme.

Baldwin ist in guter Gesellschaft

Hollywoodstar und Frauenschwarm Richard Gere, 71, zum Beispiel, der aus seiner Ehe mit Model Carey Lowell, 60, den erwachsenen Sohn Homer, 21, hat, bekam mit seiner Frau Alejandra Silva, 37, in den vergangenen zwei Jahren nochmals je einen Sohn. Action-Star Bruce Willis, 64, hiess nach seinen erwachsenen drei Töchtern aus der Ehe mit Demi Moore, 57, im Alter von 56 und 58 Jahren nochmals je eine Tochter mit seiner Ehefrau Emma willkommen.

Elton John, 72, liess zusammen mit seinem Mann David Furnish ein Baby von einer Leihmutter austragen, als er 63 Jahre alt war. Gut zwei Jahre später kam dessen Brüderchen auf die Welt. Und «The Rolling Stones»-Frontmann Mick Jagger, 76, freute sich übers ganze Leben verteilt ganze achtmal über Nachwuchs, zuletzt 2016 im Alter von 73 Jahren, als ihm die damals 29 Jahre alte amerikanische Balletttänzerin Melanie Hamrick Söhnchen Deveraux Octavian Basil schenkte.

Weitere Stars, die sich über spätes Vaterglück freuten, seht ihr in unserer Galerie:

Jeder fünfte Schweizer wird mit 40 oder später Vater

Aber auch Schweizer Promis erfreuen sich noch in späten Jahren über Nachwuchs. «Züri West»-Frontmann Kuno Lauener wurde erst mit über 50 zweimal Vater. Und Hanspeter Danuser, 72, ehemaliger Tourismus-Direktor von St. Moritz, durfte sich nach zwei erwachsenen Kindern im Alter von 67 Jahren nochmals über ein Baby freuen.

Auch bei den «Normalos» gibt es immer häufiger ältere Väter. Bei der Mehrheit der Schweizer Babys sind die Väter zwischen 30 und 39 Jahre alt. Mittlerweile ist aber schon jeder fünfte Neo-Papa 40-jährig oder älter. Manche von ihnen sind Spätzünder, andere haben bereits Kinder und gründen mit ihrer zweiten oder dritten Partnerin eine weitere Familie.

Kuno Lauener

«Züri West»-Frontmann Kuno Lauener wurde erst mit über 50 zweimal Papa.

Keystone

Ältere Väter haben Vorteile

Erst spät Vater zu werden, birgt zwar gesundheitliche Risiken – aber es hat auch Vorteile:

  • Ältere Väter sind beruflich etabliert und stehen oft fester im Leben als junge.
     
  • Sie haben eher die finanziellen Mittel, sich um ihr Kind kümmern zu können.
     
  • In vielen Fällen überlegen sich ältere Väter ganz genau, ob sie Nachwuchs möchten. Das hört sich sehr nach Wunschkind an – we like!
     
  • Älter werden entspannt. Und gute Nerven kann man beim Zusammenleben mit kleinen Kindern besonders gut brauchen.
     
  • Ihre Sturm- und Drang-Zeit ist vorbei, sodass sie sich besser auf ihren Nachwuchs konzentrieren können, da sie nicht mehr an Tausend Orten gleichzeitig sein müssen – «FOMO» ist ihnen fremd.

Genau den letzten Punkt bestätigt Alec Baldwin in seinem Video: «Je älter ich werde, desto grösser ist meine Wertschätzung für mein Glück, ich kann es kaum in Worte fassen», sagt er. Als er jünger gewesen sei, habe er die ganze Zeit gearbeitet.

Dieses Bedürfnis habe er nun nicht mehr. «Ich mag meine Arbeit noch immer, aber sie ist so irrelevant im Vergleich zu meiner Familie. Ich bin meiner Frau, die unsere Kinder so wunderbar aufzieht, so dankbar, ich könnte nicht glücklicher sein.»

Von am 26. November 2019 - 16:36 Uhr
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