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Ausprobieren und Neues wagen

Tipps für den vegetarischen Grillabend

Grillen ganz ohne Fleisch? "Kein Problem", sagt Patrick Rosenthal. Im Interview verrät er, wie der Grillabend auch mit vegetarischen Alternativen gelingt.

Vegetarische Grillade

Vegetarier müssen beim Grillen nicht zwingend zu kurz kommen.

Getty Images

Vegetarier kommen in der Grillsaison oft zu kurz. Während Fleischesser die unterschiedlichsten Gerichte und Rezepte ausprobieren, landet bei jenen, die sich fleischlos ernähren, oft nur Grillgemüse auf dem Teller. "Wenn er Glück hatte, gab es immerhin einen überbackenen Schafskäse dazu", erinnert sich Patrick Rosenthal, Autor von "Easy vegetarisch grillen" (Riva), im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news. Deshalb habe sich der Food-Blogger auf die Suche nach Alternativen gemacht – mit Erfolg.

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Gemüse mit Käse und Gewürzen aufwerten

"Es musste etwas her, das auch Gemüse etwas aufpimpt. Etwas, was alle mögen und nicht nur extra für den Vegetarier zubereitet wird. Schliesslich soll es allen schmecken. Käse ist immer ein tolles Produkt, um das Gemüse auf ein nächstes Level zu bringen", empfiehlt Rosenthal. Dabei sei es wichtig, offen für neue Sorten zu sein. "Zum Grillen eignen sich, neben dem eigentlichen Grillkäse, Sorten wie Feta, Hirtenkäse, Ziegenkäse, Brie und auch Mozzarella. Feste Käsesorten kann man direkt auf den Grillrost legen. Brie und Mozzarella sollten dann eher in einer kleinen Pfanne oder Grillplatte zubereitet werden, da diese schnell weich und flüssig werden. Besonders gut schmeckt der gegrillte Käse, wenn er vorher mit etwas Öl eingerieben und mit Kräutern und Knoblauch belegt wird."

Neben Käse rät Rosenthal dazu, grosszügig zu würzen. "Wer die richtigen Gewürze im Schrank hat, wird nie wieder sagen, dass Gemüse langweilig schmecken muss. Bei der Auswahl der Kräuter entscheidet die Vorliebe. Ich mag es besonders, wenn Rosmarin, Majoran, Thymian, Salbei und Kerbel im Spiel sind. Daher finde ich es meist auch weniger spannend, wenn man fertige Gewürzmischungen kauft. Lieber einfach mal selber ausprobieren. Und klar, dass die Klassiker wie Salz, Pfeffer, Knoblauch, Paprika oder auch Chili nicht fehlen dürfen."

Spareribs und Grillfackeln aus Seitan

Rosenthal ist aber auch ein Fan von pflanzlichen Fleischalternativen, vor allem, weil es "noch einfacher" sei, sie zu grillen. "Denn hier muss nicht darauf geachtet werden, dass das Gargut durch ist. Hier kann einfach alles goldbraun gegrillt werden." Seitan, ein Weizengluten, sei eine empfehlenswerte Alternative. Er unterscheide sich sowohl geschmacklich als auch von der Konsistenz kaum von Fleisch. "Spareribs? Grillfackeln? Kein Problem. Ich kannte Seitan vorher auch nicht und war wirklich begeistert", so der Grillexperte. "Seitan ist nichts anderes als ein Weizeneiweiss und mittlerweile in vielen Supermärkten zu finden. Die Verwendung von Seitan ist denkbar einfach. Hier wird der Weizenkleber einfach verwendet, um zum Beispiel Kichererbsen, Wasser und Gewürze zu vegetarischen Würstchen zu verarbeiten. Die Möglichkeiten der Zubereitung sind riesig", schwärmt Rosenthal.

Liquid Smoke, "ein Raucharoma in flüssiger Form", verpasse den Gerichten das Gewisse etwas. Der Vorteil: "Hergestellt aus gereinigtem Rauch, kann man vielen Lebensmitteln damit ein Raucharoma verpassen, ohne den Prozess des Räucherns anzuwenden. Durch Liquid Smoke erhält auch eine BBQ-Sauce ihren Rauch-Geschmack", erklärt Rosenthal. Nudelsalat mal anders! Zu guter Letzt gibt Rosenthal Tipps für kreative Alternativen zu herkömmlichen Grillbeilagen wie Kartoffelsalat. Seine Favoriten: "fruchtiger Curry-Nudelsalat", "mexikanischer Nudelsalat" und "Camembert-Bretzel-Salat".

Von spot am 11.06.2021
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