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Zeichen der Zeit

Helfen Hausmittel bei Altersflecken?

Plötzlich erblicken wir sie auf unserer Haut: kleine hellbraune Stellen. Verschiedene Hausmittel versprechen baldiges Verblassen von Pigmentflecken. Dermatologe Dr. Felix Bertram weiss, ob sich der Gang zum Küchenschrank in diesem Fall lohnt.

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Hände im Schattenspiel

Sonne und Zeit hinterlassen Spuren auf unserer Haut. 

Getty Images/EyeEm

Sie zeigen sich gerne an den Händen, im Gesicht und an den Armen: Pigmentflecken. Für die meisten ein klares Zeichen fürs Altern. Dabei ist die Zeit nicht der einzige Auslöser. Manchmal reicht auch schon ein Sommer voller Sonnenbäder. Der Grund: Pigmentflecken entstehen durch Melanozyten. Sie stecken in der obersten Hautschicht und stellen Melanin her, ein bräunlicher Farbstoff, welcher uns vor UV-Strahlung schützt. «Es gibt diverse Arten von Pigmentflecken und verschiedene Ursachen», erklärt Dr. Felix Bertram, Facharzt FMH für Dermatologie, Gründer und Chefarzt der skinmed Kliniken.

Die verschiedenen Arten:

Leberflecken (auch als Muttermale bekannt)
Die meisten Leberflecken entstehen mit den Jahren durch die Anhäufung von melaninproduzierenden Zellen in der Haut. Es gibt aber auch welche, die schon bei der Geburt vorhanden sind. Sie können die Form und Farbe ändern. Achtung: hier alle Infos zu Muttermalen, die man wegen Verdacht auf Hautkrebs untersuchen lassen sollte.

Sommersprossen
Die rötlich- bis hellbraunen Fleckchen zeigen sich meistens bei Personen mit heller Haut. Ist man entsprechend veranlagt, vermehrt sich das Pigment durch UV-Strahlung und der Farbstoff häuft sich in der tiefsten Schicht der Oberhaut. Zum Vorschein kommen im Sommer die harmlosen Fleckchen, welche im Winter wieder verblassen.

Altersflecken
Diese Flecken entstehen, weil bestimmte Stellen über Jahre der Sonne ausgesetzt waren und sich in der Oberhaut vermehrt Melanin einlagert. Einmal da, verblassen sie nicht mehr, auch nicht im Winter.

Melasma
Ursache dieser Pigmentstörung sind hormonelle Veränderungen, wie sie zum Beispiel bei einer Schwangerschaft oder bei der Einnahme von Hormonpräparaten vorkommen. Am häufigsten treten sie im Bereich der Oberlippe, Stirn, Schläfen und Wangen auf. Das Gute: Pendeln sich die Hormone wieder auf den «Normalzustand» ein, verschwinden die Flecken wieder.

Um Pigmentflecken zu entfernen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Oft wird einem auch von Hausmitteln schnelle und einfache Hilfe versprochen. So sollen Zitrone, Essig, Mandeln oder Vitamin C die Flecken verblassen lassen. Doch wirken diese wirklich? Wir haben Dermatologe Dr. med. Felix Bertram gefragt: «Ich bin der festen Überzeugung, dass keines dieser Mittel nachhaltig hilft. Je nach Pigmentläsion, mag Vitamin C zum Beispiel eine leichte aber nur temporäre Verbesserung erzielen.»

Dr. Felix Bertram, sinkmed

Dr. Felix Bertram, Facharzt FMH für Dermatologie und Gründer und Chefarzt der skinmed Kliniken.

ZVG

Das hilft!

Wir können uns den Gang zum Küchenschrank also sparen. Aber was hilft denn nun wirklich? «Das hängt abermals von der Pigmentart ab. Zunächst muss man immer ausschliessen, dass es sich nicht um eine bösartige oder potenziell bösartige Hautveränderung handelt. Das geht in einer Klinik mit Lupenlampen oder einer Probebiopsie. Bösartige oder potenziell bösartige Läsionen werden in der Regel operativ entfernt. Sind sie gutartig, helfen Laser, Peelings, Kryotherapie oder auch verschreibungspflichtige Cremes.»

Von lm am 21. September 2021 - 18:00 Uhr