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  4. Barfuss gehen ist gesund für Rücken und Kopf

Schuhe aus, raus

Klingt absurd, aber: Geht bitte barfuss spazieren

Herrscht in eurem Haushalt ein striktes «Keine Schuhe!»-Regime? Macht Sinn. Dürfen wir euch an dieser Stelle nahe legen, dass ihr auch draussen viel öfter unten ohne flanieren solltet? Nö, das ist nich eklig, sondern richtig gesund. Und zwar darum …

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Jahrelang riefen wir «Free the Nipple» – jetzt plädieren wir für «Free the Fuss».

Getty Images/EyeEm

Wenn der Frühling am Horizont aufblitzt, werden alle immer ganz nervös. Dann wollen nämlich schlagartig die Sneaker in die Ecke gepfeffert und die Sandalen an die Füsse geschnallt werden – wenn Letztere denn schon ansehnlich genug für die Open-Air-Season sind. Hornhaut? Nagellack? Könnte man alles mal wieder auf Vordermann bringen, oder? Das zeigt uns Folgendes: Wir schenken unseren Füssen den Rest des Jahres viel zu wenig Beachtung. Vernachlässigen, ja verschmähen sie sogar ein wenig. Von der ständigen Folter durch enge, hohe oder unbequeme Schuhe ganz zu schweigen. 

Jetzt aber Liebe und Zuneigung zeigen

Behandelt eure Füsse doch lieber mal wie euren neuen Schwarm. Schenkt ihnen Liebe, Aufmerksamkeit – und reisst ihnen die Kleider vom Leib. Denn: Der Fuss an sich ist ein Entdecker. Ein Abenteurer. Möchte was erleben und spüren und gefordert werden. 
Wer viel barfuss geht, zu Hause und draussen – das darf auch der eigene Garten oder einer der vielen, extra angelegten Barfusspfade sein – der regt die Muskulatur seiner Füsse genauso an wie ihre Durchblutung. Das Gehen auf unebenen Untergründen fördert ausserdem Gleichgewichtssinn und Koordination. Und das ist längst noch nicht alles:

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Darum ist barfuss gehen gesund

Es kann gegen Rückenschmerzen helfen
Beim Gehen rumst es im ganzen Körper, Gelenke schrauben sich ineinander, die Wirbelsäule federt gröbste Erschütterungen ab. Damit das alles dynamisch und schmerzfrei vonstatten geht, ist es aber wichtig, dass die Füsse richtig belastet werden. Ihr ahnt es schon – in vielen unserer liebsten Schuhe ist das nicht der Fall. Denkt an die Muskeln, die wir bereits erwähnt haben. Gönnt euren Füssen deshalb mindestens so regelmässig wie Bauch, Beinen und Po ein kleines Workout und lasst sie sich stärken – euer schmerzender Rücken wird es euch mit Sicherheit danken.

Es kann kalten Füssen und Erkältungen vorbeugen
Wolltet ihr gerade die Ausrede anbringen, dass ihr ohnehin schon ständig kalte Füsse habt? Sorry, die zieht nicht. Auch das kennen wir vom Sport: Kommen die Muskeln erst mal in Schwung, heizt der Körper sich so richtig auf. Das verhält sich an den Füssen nicht anders. Bewegung ist Key, Temperaturschwankungen eine weitere schöne Challenge für die Durchblutung. Mal warm (sonnenbeheizter Steinboden), mal kalt (plätschernder Fluss) und eure Füsschen sind garantiert für den Rest des Tages angenehm temperiert – und härten sich gleichzeitig für die kalte Jahreszeit ab.

Es kann die Verbindung zur Natur stärken
Gerade in der aktuellen Situation sehnen wir uns alle nach Frischluft, Freiheit und Ferien-Feeling. Sagt mal, wie seid ihr in Letzteren am Strand unterwegs? Genau: barfuss. Zieht also auch auf dem Balkon, im Garten oder beim nächsten Waldspaziergang einfach mal die Schuhe aus und spürt, was da so an euren Sohlen kitzelt. Gras, Kies, Rindenmulch, Erde, Beton, … Füsse wollen entdecken, wisst ihr noch? Lasst sie.

Von Style am 21.04.2020
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