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  4. Heuschnupfen beginnt schon im Winter, die Symptome

Erkältet oder Heuschnupfen?

Die Nase läuft? Vielleicht sind die Pollen schuld!

Hatschi! Obwohl der Winter noch nicht vorbei ist, fliegen schon wieder die Pollen. Ein Übel für alle Heuschnupfen-Patienten. Wir erklären, warum jetzt ein Besuch beim Arzt angesagt ist.

Heuschnupfen

Heuschnupfen im Winter? Ja, ist leider möglich.

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Die Heuschnupfen-Saison ist eröffnet. Und das bereits im Januar. Der Blühbeginn in der Natur hat sich im Verlauf der letzten 25 Jahre aufgrund der Klimaveränderung um zwei bis drei Wochen nach vorne verschoben. Zudem zeigen europäische Studien, dass die Blütezeit der Gräser und Kräuter heute länger dauert als früher. Es überrascht deshalb nicht, dass die Häufigkeit der Pollenallergie in der Bevölkerung innerhalb der vergangenen Jahrzehnte von unter 1 Prozent auf bis zu 25 Prozent angestiegen ist. Grund für diese massive Zunahme ist nicht nur die Klimaveränderung, sondern auch die Urbanisierung sowie der westliche Lebensstil, die enge Haltung von Haustieren und die bessere Isolation von Wohnungen.

Heuschnupfen

Der Hasel steht schon in voller Blüte – für Allergiker kein schöner Jahresstart.

Getty Images/Westend61
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Daran erkennt man Heuschnupfen

Die Symptome der Pollenallergie sind bestens bekannt: entzündliche Schleimhautreaktionen an Augen, Atemwegen und im Rachen. Bei den meisten sind die juckende, triefende und verstopfte Nase und eine Bindehautentzündung der Augen die üblichen Symptome. Die Intensität hängt direkt von der Pollenkonzentration in der Luft ab. Neben den Atemwegen können aber auch andere Organe wie die Haut oder der Verdauungstrakt betroffen sein.

Heuschnupfen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Rund ein Drittel der Pollenallergiker erkranken später auch an einem allergischen Asthma. Bei anderen kommt es aufgrund einer Kreuzreaktion zu Nahrungsmittelallergien. Bei rund der Hälfte der Pollenallergiker findet man eine spezielle Form der Nahrungsmittelallergie, die als orales Allergie-Syndrom bezeichnet wird. Die Betroffenen verspüren während des Essens Juckreiz im Mund- und Rachenbereich, gelegentlich auch Schleimhautschwellungen. Wieder andere Betroffene leiden an Ekzemen, vor allem im Bereich der Augenlider.

Allergologen warnen davor, Heuschnupfen ungenügend oder nur sporadisch zu behandeln. Wird nämlich der Heuschnupfen nicht frühzeitig im Kindesalter und richtig therapiert, kann sich die Allergie ausweiten. Die Betroffenen reagieren auf weitere, neue Allergiequellen wie Haustiere, Latex oder Milben und bekommen unter Umständen sogar ein ganzjähriges Asthma.

Viele Pollenallergiker haben aber die Symptome mehr schlecht als recht unter Kontrolle. So leiden fast 60 Prozent der Betroffenen im schlechtesten Monat des Jahres an jedem Tag oder an den meisten Tagen unter einer verstopften Nase, Nasenlaufen, Niesen, Atem- und Augenbeschwerden. Jeder Heuschnupfen gehört deshalb in ärztliche Abklärung und Behandlung. Der Arzt verfügt über eine breite Palette an Behandlungsmöglichkeiten. In letzter Zeit kamen immer bessere und verträglichere Präparate mit einem raschen Wirkungseintritt auf den Markt. Entscheidend ist aber, dass man diese auch konsequent anwendet.

Eine ursächliche und wirksame Therapie ist mit der Desensibilisierung möglich. Sie ist angezeigt, wenn man trotz allen Massnahmen zur Vermeidung von allergieauslösenden Substanzen und trotz antiallergischen Medikamenten noch immer störende oder gefährliche Symptome hat.

Ihr seid bisher verschont geblieben und leidet plötzlich unter Heuschnupfen-Symptomen? Gut möglich! Alle Infos dazu findet ihr hier >.  

Von Dr. Samuel Stutz am 09.02.2021
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