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Mangelt es an Gesprächsstoff?

5 Themen, über die ihr in Quarantäne reden könnt

Du … ähm, hast du schon … sag mal, müssen wir eigentlich noch … und öh … was wäre, wenn … Kommt euch diese Konversation bekannt vor? Dann hockt ihr höchstwahrscheinlich ebenfalls seit drei Wochen mit einem anderen gelangweilten Wesen in einer gemeinsamen Wohnung. Nicht verzagen (oder streiten), wir servieren euch 5 Gesprächsthemen auf dem desinfizierten Silbertablett.

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Gesellschaft schön und gut, aber was zur Hölle soll man eigentlich noch sagen?

Getty Images

Was ist jetzt eigentlich besser? Ein Single-Haushalt mit ganz viel eigenem Raum und ganz wenig Konfliktpotenzial, aber eben auch null Körperkontakt und der relativ hohen Wahrscheinlichkeit, früher oder später angeregt mit der Zimmerpflanze oder Stehlampe über die guten alten Zeiten zu sinnieren. Oooder doch die gemeinsame Wohnung mit kaum vorhandener Privatsphäre, gefährlich strapazierten Nerven, aber eben Geborgenheit, einem Krisen-Homie und Sündenbock, den man ab und zu anmotzen darf, wenn gerade mal wieder alles ein bisschen viel wird.

Dieses Urteil überlassen wir gerne euch. Fest steht: Wenn die Pflanze keinen sinnvollen Input liefert, ist das weniger schlimm, als wenn man seinem Partner gegenübersitzt und partout nicht mehr weiss, was man mit dieser Nervensäge jetzt noch besprechen soll.

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Wenn ihr zu Letzteren gehört, schmettern wir euch hier in geschriebener Form einen Rettungsring entgegen. Greift zu, hängt euch rein und quatscht drauf los. Zum Beispiel über …

… das Leben danach

Das wird es geben, versprochen. Vergesst nicht, dass ihr nur vorübergehend miteinander gefangen seid. Irgendwann wird sich das Leben wieder normalisieren, ihr könnt wieder raus, Freunde treffen, essen gehen, Konzerte besuchen, mit dem Flugzeug oder Zug an eure Traumdestination düsen. 
Schmiedet doch schon mal Pläne, was gesehen, wer gehört, wohin gereist werden könnte. Ihr wisst ja, was man über Vorfreude sagt. Und wer noch Feuer für sein Fernweh braucht, der findet Zündstoff in unserem Film-Guide. Hier gehts lang >

… das Leben davor

Jaja, ihr habt euch bestimmt schon gaaanz viel voneinander erzählt – aber garantiert nicht alles. Packt die ganz dunklen Geheimnisse aus, die peinlichsten Geschichten, wühlt in euren grauen Zellen nach Stories, die ihr vielleicht selber schon längst vergessen (oder verdrängt) habt. Dabei helfen könnten Fotoalben. Genau, die eingestaubten Dinger von früher, in die Mama und Papa noch brav alle Erinnerungen eingeklebt haben, fein säuberlich beschriftet. Zerrt die unterm Bett oder aus dem Keller hervor und macht eine Zeitreise. Da werden die Anekdoten nur so sprudeln!

… das Leben der Anderen

Wenn es euch wirklich nur darum geht, diese unendlich laute Stille zu durchbrechen, redet Unsinn. Erfindet Alter Egos und denkt euch Lebensläufe zu ihnen aus. Rollenspiel klingt immer gleich so kinky, denkt lieber in Soap-Plots. «Reich und schön», «Gute Zeiten, Schlechte Zeiten», «Friends», … bei denen ist immer was los und die halten sich – wenn ihr mal genau drüber nachdenkt – auch ausschliesslich an den selben Orten mit den selben Leuten auf. Lasst eurer Fantasie drama-technisch also freien Lauf. Peinlich kanns nicht werden – es sieht euch ja keiner.

… die Bücher, die ihr lest

Das Gute: Beim Lesen wird geschwiegen. Aber mit Absicht und Mission. Das macht die Stille schon mal erträglich. Und dann das eigentliche Goal: Ihr könnt hinterher, Abschnitt für Abschnitt, Kapitel für Kapitel, darüber sprechen. Am besten lest ihr natürlich den gleichen Schinken und gründet zu Hause so eine Art Buchclub. Könnt ihr euch mit den Protagonisten identifizieren? Habt ihr das Verbrechen schon aufgedeckt? Die Story längst durchschaut, oder regt euch der Plot vielleicht tierisch auf? Tauscht. Euch. Aus.

… die Klamotten, die ihr tragt

Was passiert, wenn der Freund einem die Kleider rauslegt, haben wir hier bereits getestet. Und wie siehts bei euch aus? Habt ihr eurem Mitbewohner schon mal gezeigt, was ihr an ihm/ihr besonders gerne seht – und was eher nicht so? Vorsicht: Dieses Thema birgt explosives Streitpotenzial – aber eben auch jede Menge Gesprächsstoff und Spass, wenn man sich und seinen Kleidungsstil nicht zu ernst nimmt.

Von Style am 03.04.2020
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