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DIY-Toner, Peeling & Haaröl

Natürliche Sommerpflege zum Selbermachen

Kosmetik muss nicht teuer sein und schon gar nicht aus dem Salon kommen. Viele Beauty-Produkte könnt ihr ganz leicht selber mixen – und das erst noch mit rein natürlichen Zutaten. Hier kommen vier DIY-Rezepte für den Sommer.

Vom Peeling bis zum Haaröl: So machen wir unsere liebsten Pflegeprodukte ganz leicht selbst.

Vom Peeling bis zum Haaröl: So machen wir unsere liebsten Pflegeprodukte ganz leicht selbst. 

Getty Images

Endlich ist der Sommer da! Das heisst: Sonne, Hitze und Baden – und zwar so oft wie möglich. Was Balsam für unsere Seele ist, bedeutet aber auch Stress für unseren Körper. Denn das viele «Sünnele» und «Bädele» setzt Haut und Haaren ganz schön zu. 

Aber kein Grund zur Sorge. Wichtig ist nur, dass wir uns im Sommer genügend Zeit nehmen, für unseren Körper zu sorgen. Wir servieren euch ein paar Ideen, wie ihr pflegende Beauty-Produkte ganz einfach selber herstellen könnt.   

Erfrischender Toner

Feuchtigkeit, Feuchtigkeit und noch mehr Feuchtigkeit – das ist es, was unser Gesicht jetzt braucht. Vielen von uns graut es aber, neben all der Sonnencreme noch mehr Creme aufzutragen. Wie wäre es stattdessen mit einem leichten Toner? Das Gesichtswasser ist nicht nur erfrischend, sondern reinigt auch noch die Poren. 

Man braucht: 

  • Eine halbe Salatgurke
  • Frischen Zitronensaft
  • Wasser (wenn möglich destilliert)
  • Optional: ein wenig Aloe Vera Gel

Und so wirds gemacht: 
Gurke schälen und mixen. Das Püree durch ein feines Sieb pressen, um die Flüssigkeit zu extrahieren. Zum Gurkenwasser kommt dann ein Spritzer frisch gepresster Zitronensaft und etwas destilliertes Wasser. Wer mag, kann noch ein wenig Aloe Vera Gel dazugeben, das beruhigt gereizte Sommerhaut. Den Toner jeweils morgens und abends nach der Reinigung mit einem Wattepad auf das Gesicht auftragen, die Augenpartie aussparen.  

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Reinigender Body-Scrub 

Auch unser Körper macht im Sommer einiges mit: Sonnencreme, Schweiss und Chlor belasten die Haut. Mit einem Peeling entfernen wir Rückstände und abgestorbene Hautschüppchen. Passend zu den Strandferien verwenden wir dafür Meersalz. Hinzu kommen frische Minze und pflegende Öle nach Lust und Laune.

Man braucht:

  • Meersalz (am besten fein gerieben)
  • Pflanzenöl nach Wahl (z. Bsp. Mandel- oder Olivenöl)
  • frische Minze
  • Optional: ätherisches Öl (z. Bsp. Pfefferminz- oder Orangenöl)

Und so wirds gemacht:
Die Minzblätter fein hacken und mit Meersalz und ein wenig Pflanzenöl verrühren. Um alle Sinne zu verwöhnen, könnt ihr noch ein paar Tropfen ätherisches Öl hinzufügen und schon ist euer Body-Scrub fertig. Den massiert ihr dann unter der Dusche nach der Körperreinigung in die Haut ein und spült ihn mit warmem Wasser wieder ab.

Pflegendes Haaröl

Sonnenstrahlen, Salz und Chlor schaden unseren Haaren. Das Resultat: Sie werden spröde und verlieren ihren Glanz. Aber wir haben gute Nachricht für euch: Schon ein paar Tropfen Öl können Wunder wirken. Alles was ihr braucht, ist das richtige Öl.

Dafür eignen sich folgende Öle: 

  • Arganöl: Nicht umsonst wird es für viele Haarprodukte verwendet. Es enthält wichtige Nährstoffen und viel Vitamin E. So versorgt es trockenes, brüchiges Haar mit Feuchtigkeit und verhindert Spliss.
  • Avocadoöl: Und auch dieses Öl ist ein Vitamin-Booster. Es macht eure Haare wieder geschmeidig und glänzend. 
  • Olivenöl: Der Klassiker aus der Küche eignet sich für krause und lockige Haare. Es beugt Spliss vor, spendet Glanz und schützt die Haare vor dem Austrocknen.   
  • Rizinusöl: Dieses Öl spendet nicht nur Feuchtigkeit und Glanz, sondern soll auch noch den Haarwuchs fördern.   
  • Jojobaöl: Auch dieses Öl sorgt für eine gute Portion Feuchtigkeit. Jedoch nicht nur für die Haare, sondern es hilft auch gegen trockener Kopfhaut und Schuppen.

Und so wirds gemacht:
Für euer Haaröl braucht es keine Rezeptur. Wählt einfach eines der Öle aus (oder mixt mehrere zusammen) und verteilt es in den Haarspitzen. Für eine intensive Haarkur könnt ihr etwas Honig zum Öl geben und die Mischung für einige Stunden oder sogar über Nacht einwirken lassen (Achtung: Schützt euer Kissen mit einer Folie vor Fettflecken!) und dann ausspülen.

Natürliches Deo 

Das Deodorant wird in letzter Zeit stark kritisiert. Es verursacht viel Plastikabfall und schadet der Umwelt. Und auch im Innern sieht es nicht gerade rosig aus. Viele Deos sollen krebserregende Aluminiumsalze enthalten. Die Lösung: Wir machen unser Deo einfach selbst. Dann wissen wir auch, was drin ist. 

Man braucht:

  • Kokosöl
  • Stärke (z. Bsp. Mais- oder Reisstärke)
  • Natron (Natriumhydrogencarbonat, auch bekannt als Kaiser-Natron)
  • Ätherisches Teebaumöl
  • Ätherische Öle (z. Bsp. Limetten- oder Lavendelöl)
  • Optional: Bienenwachs 

Und so wirds gemacht: 
Im warmen Wasserbad werden drei Esslöffel Kokosöl geschmolzen. Fügt dann zwei Esslöffel Stärke und einen Löffel Natron dazu. Ein paar Tropfen Teebaumöl sorgen für eine längere Haltbarkeit. Den Geschmack der Deocreme bestimmt ihr mit ätherischen Ölen eurer Wahl. Für mehr Geschmeidigkeit könnt ihr gerne noch ein wenig Bienenwachs dazugeben. Füllt die Masse, bevor sie komplett abgekühlt ist, in ein Glas und bewahrt dieses im Kühlschrank auf. Am Morgen streicht ihr etwas Creme unter die Achseln und bald merkt ihr: Das selbstgemachte Deo wirkt tatsächlich!

 

Von Deborah Bischof am 21.07.2021
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