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Husten, Schnupfen, Heiserkeit

Der Unterschied zwischen Allergie und Covid-19

Wer Heuschnupfen hat, hat sich noch nie besonders beliebt gemacht. Ständig muss man niesen, sich räuspern und die tränenden Augen reiben. Diesen Frühling ist die Lage besonders kritisch: Wer kränkelt, wird panisch beäugt bis gemieden. Höchste Zeit, über die Unterschiede der Symptome aufzuklären.

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Heuschnupfen war noch nie so verdächtig wie jetzt.

Getty Images

Es war einmal ein junger Sommer. Jahrzeeehnte ist der her, mein Alter betrug sich noch auf eine einstellige Zahl (hach, das waren noch Zeiten), ich war in etwas luftig Kurzes gesteckt worden, hopste kross-braungebrannt durch die Ferien-Landschaft – und Papa nieste in einer Tour. Das wollte mir einfach nicht einleuchten. Wieso zur Hölle war der erkältet? Mitten im Sommer?! Die Blumen seien schuld, aha. Die spinnen, die Erwachsenen.

Ein paar Jahre später holten mich Realität und Erbgut ein: Haaatschi!
Immer, wenn der Frühling kommt, spriessende Knospen öde Grünflächen in kunterbunte Tupfen-Teppiche verwandeln, die Vögel uns morgens schon vor dem Wecker aus dem Bett zwitschern und es vor nackten Knöcheln und kleckernden Eiscremewaffeln nur so wimmelt … jongliere ich Allergietabletten, Nasenspray und Taschentuchpackungen durch die langersehnten Sonnenstrahlen. Ob die neuen Tropfen endlich gegen die juckenden Augen helfen? Der Nies-Flash wohl jemals ein Ende nimmt? Wenn es richtig gut läuft, geht mit der endlos laufenden Nase und den tränenden Augen auch noch ein hübscher Ausschlag einher. Kleine quälende Pusteln, die sich auf meinen Unterarmen ausbreiten wie Banana-Bread-Rezepte auf Instagram.

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Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe Heuschnupfen. 

Seit grob geschätzt 20 Jahren. Schön ist das nie, nee. Aber dieses Jahr noch viel schlimmer als sonst. Nicht, weil sich meine Symptome verstärkt haben, sondern weil es da jetzt diesen Virus gibt, der seine teuflischen Karten mit ähnlichen Symptomen ausspielt. Das verunsichert ehrlich gesagt weniger mich als viel mehr meine Umwelt. ICH kenne das Prozedere ja seit Ewigkeiten. Weiss, dass ich mich zu dieser Jahreszeit immer mal hüstelnd räuspern muss, weil da wieder eine Polle im Rachen kratzt. Dass ich niesen muss, sich der Kopf von all dem Blütenstaub schon mal wie unter einer dicken, luftundurchlässigen Glocke anfühlen kann. Dass die Tabletten müde machen. 
Die anderen Wartenden in der Apotheke wissen das nicht. Die Kassiererin im Supermarkt weiss das nicht. Der ältere Herr, der neben mir eine Packung Kaffeepulver aus dem Regal fischt, auch nicht.

Vorsicht ist dieser Tage eindeutig besser als Nachsicht. Klar. Was aber noch besser ist als Vorsicht? Sich informieren. Damit keine unnötige Panik entsteht – von der gibt es nämlich wirklich schon genug. 
Liebe Nicht-Heuschnupfler, das hier ist für euch – und für all die Heuschnupfler, die plötzlich verunsichert sind, und sich selbst nicht mehr über den Weg trauen:

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Ok? Ok. Bleibt gesund. Bleibt zu Hause. Bleibt positiv. ✌

Von Laura Scholz am 16.04.2020
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