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  4. Anti Food Waste: Diese Gemüsereste machen sich gut auf dem Teller

Müll, der es in sich hat

Aus diesen Gemüseresten zaubern wir tolle Gerichte

Böse Schale, noch schlechterer Kern? Geht es um die Verarbeitung von Gemüse und Obst, picken wir uns gerne nur bestimmte Teile heraus. Dabei verschwenden wir mit dieser Penibilität nicht nur viele wichtige Nährstoffe, es gehen zudem einzigartige Geschmäcker verloren.

A flatlay of fresh vegetables, mushrooms and bread from a farmer's market, using cloth bags instead of plastic. A zero waste weekly shop for a couple who eat a lot of vegetables.

Gewusst? Fast alles, was ihr auf diesem Bild seht, kann ohne Bedenken in den Magen wandern. 

Getty Images

Schnibbeln wir uns einen Salat oder Auflauf zusammen, landet oft mindestens genauso viel Gemüse und Obst in der Biotonne, wie im Mund. Doch sind die meisten Sorten samt Strunk, Blättern, Gehäuse und Kernen geniessbar. Gar noch mehr: In den vermeintlichen Abfällen stecken nicht selten genauso viel stärkende Vitamine und Energielieferanten, wie in den restlichen Teilen. Und wieso überhaupt wegschmeissen, wenn dadurch ungeahnte Aromen verloren gehen? Bei welchen «Resten» es sich besonders lohnt, sie vor dem Food-Waste-Tod zu retten:

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Karottengrün

Kaufen wir unsere Rüebli frisch auf dem Markt, landen sie in der Regel mit zugehörigem Grün im Einkaufsbeutel. Der grüne Strauss ist dabei nicht selten grösser als die Rüben selbst. Umso verwunderlicher, dass die Blätter bei vielen von uns selbstverständlich im Biomüll landen. Mit einem Geschmack, den man am besten als Fusion aus Petersilie und Karotten beschreiben kann, macht sich der gehackte Bund viel besser in Salaten und Sossen, als in der Tonne. Besonders fein: Pesto aus Möhrengrün.

Blumenkohl- und Broccolistrunk

Den harten Strunk von Broccoli und Blumenkohl mitessen? Ja, bitte! In ihm steckt immerhin eine beträchtliche Menge Folsäure und Vitamin B5. Geschält und in Stücke geschnitten, lässt er sich genauso zubereiten, wie die beliebten Röschen. So kann er in Pasta, Reispfannen oder Aufläufen als bissfeste Zutat brillieren und gekocht und püriert unsere Suppe verfeinern.

Parmesanrand

Harte Rinde von Parmesan oder Sbrinz auf keinen Fall wegwerfen. Sie kann im Risotto, in der Polenta oder in der Gemüsesuppe (Minestrone!) mitgekocht werden. Aber nur Rinde ohne künstliche Schicht aus Wachs oder Kunststoff (Verpackung lesen) weiter verwerten.

Kohlrabiblätter

Die tolle Knolle vom Kohlrabi lieben wir. Und die Blätter? Die verfüttern wir höchstens mal ans Haustier. Schade! Denn ähnlich wie der Kohlrabi selbst, hat auch seine grüne Krone einen einzigartig intensiven Geschmack. Das Vitamin C geladene Grünzeug ähnelt in der Verarbeitung dem Spinat. Ihr braucht Inspo? Serviert die Kohlrabiblätter doch mal gekocht zu Kartoffeln und Spiegeleiern oder zusammen mit Feta in Blätterteigtaschen.

Kartoffelschalen

Dass man die Schale der Kartoffel ohne Bedenken mitessen kann, sollte inzwischen den meisten klar sein. Trotzdem landet sie gerade vor dem Kochen oft im Biomüll. Lasst eure Reste statt auf den Kompost doch einfach mal mit etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer in den Ofen wandern. Backt man die Schalen dort goldbraun, entsteht eine gesunde Alternative zu Chips.

Papayakerne

Papayakerne schlucken? Klingt nicht so yummy. Doch gelten sie inzwischen als echtes Super Food. Gewaschen, getrocknet und gemahlen könnt ihr die exotischen Kerne easy-peasy als Pfefferersatz über eure Speisen streuen. Der vermeintliche Abfall wirkt unter anderem antibakteriell, stärkt das Immunsystem und liefert Energie.

Von Denise Kühn am 7. Juli 2021 - 06:09 Uhr
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